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Demokratie braucht Methode : von A wie Aufsuchen bis Z wie Zukunftshandeln
Entstehung
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tere Menschen. Daraus ergeben sich Potenziale für die Bildungs- und Demokratiearbeit. Senior_innen, Menschen in strukturschwachen Räumen, Sportvereins­mitglieder bei all diesen Gruppen lohnt es sich, darüber nachzuden­ken, mit welchem Format und mit welcher Ansprache man diese Menschen erreichen kann und wieso das wichtig wäre. In einer Gesell­schaft, in der weit mehr als ein Viertel der Menschen Wurzeln in an­deren Regionen dieser Welt hat, braucht es möglicherweise andere Formate und Zugänge, um Erinnerungskultur als relevant für das heu­tige Miteinander zu etablieren oder Antisemitismus oder auch Rassis­mus zu bearbeiten. Menschen, die selbst von Ausgrenzung betroffen sind, können trotzdem andere Menschen diskriminieren das gilt es teilhabeorientierter und vielfältiger zu thematisieren. Die sogenanntearbeitende Mitte ist schwer für Bildungsformate zu erreichen, steckt mitten in derRushhour des Lebens und kämpft mit Unsicherheiten und Krisen. Doch gerade am Arbeitsplatz muss Demo­kratie gelebt werden, wenn diese auch gesamtgesellschaftlich das Ziel sein soll. In hierarchischen Strukturen lernt man keine Demokra­tie, das trifft auf Kita und Schule genauso zu wie auf die Arbeitswelt oder Familie. Aufsuchende Formate könnten hier ein Türöffner sein, vom Spielplatz-Kaffee bis hin zum Brownbag Lunch(S. 140) in der Betriebskantine. Die Demokratiefesten stärken Wir als Gesellschaft, als Bildner_inner, als politisch denkende Men­schen, müssen erklären, wie politische Prozesse funktionieren, wieso z. B. ein Kompromiss nichts Verwerfliches ist oder wo man sich ein­bringen kann, um Dinge besser zu machen und zu verändern. Dabei dürfen wir nicht nur die Defizite in den Blick nehmen! Wir dürfen die große Gruppe der Demokratiefesten nicht vergessen, die laute Min­derheit wird durch ihre stärkere Hörbarkeit nicht zur Mehrheit. Lehr­kräften und Erwachsenenbildung kommt da eine besondere Aufgabe zu, nämlich diese Debatten auch greifbarer und verständlicher zu ma­chen und den Menschen zu erklären. Formate und Methoden müssen dafür zu den gewünschten Zielgruppen passen. InsMachen kommen Die FES-Mitte-Studien sind mehr Analyse, weniger Lösungsheft sie bieten aber gute Ansatzpunkte, um in der politischen Bildung ins Tun zu kommen. Vom Reden, Diskutieren, Verstehen hin zum Sensibilisie­ren und hinein ins Selbermachen können die Analysen der Wissen­schaft helfen, sich den Lebensrealitäten verschiedener Menschen an­zunähern. Demokratie braucht Methode 19