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Demokratie braucht Methode : von A wie Aufsuchen bis Z wie Zukunftshandeln
Entstehung
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Erstens Das Niveau der Zufriedenheit ist weiter sehr gering. Es waren immer noch weniger als die Hälfte der Befragten, die sehr zufrieden oder zufrieden mit dem Funktionieren der Demokratie sind. Zweitens Es gibt große Unterschiede zwischen einzelnen sozialen Grup­pen. Menschen, denen es ökonomisch schlechter geht, die niedrigere Bildungsabschlüsse haben oder sich der Unter- oder Arbeiter_innen­schicht zurechnen, sind deutlich unzufriedener. Auch Jüngere waren weniger zufrieden als 2019. Drittens Es gibt große regionale Unterschiede. Sie haben sich gegenüber 2019 sogar noch einmal verschärft. So ist etwa die Zufriedenheit im Westen um 2,5 Prozentpunkte gestiegen und hat im Osten um 2,5 Punkte abgenommen. In den alten Bundesländern ist nun ungefähr die Hälfte, in den neuen Bun­desländern nur noch ein Drittel der Menschen mit dem Funk­tionieren der Demokratie zufrieden. Demokratie muss für alle Menschen funktionieren. Wo können Politik und politische Bildung anset­zen? Inhalte, Zielgruppen, Formate Das sind Alarmsignale, die nicht ungehört bleiben dürfen. Demokratie muss für alle Menschen funktionieren. Es finden sich in der Studie ei­nige bemerkenswerte Ergebnisse, die Hinweise geben, wo Politik und politische Bildung ansetzen müssen, um das Vertrauen in unsere De­mokratie wieder zu stärken mit Blick auf Inhalte, Formate, aber auch hinsichtlich verschiedener Zielgruppen. Hohe Komplexität Gute Kommunikation Mehr als drei von vier Befragten geben an, dass politische Probleme heute so kompliziert scheinen, dass sie schwer zu durchschauen sind. Politik muss ihre Kommunikation entsprechend gestalten. Der An­spruch muss sein, Probleme und Gestaltungsmöglichkeiten klar und transparent zu kommunizieren ohne dabei in Populismus oder Tech­nokratie zu verfallen. Politische Bildung muss mithelfen, dass Multi­plikator_innen entsprechend über politische Probleme kommunizie­ren können, und darin unterstützen, politische Sachverhalte verständ­lich und wertgebunden aufzubereiten, auch und gerade für Zielgruppen, die wenig Berührungspunkte mit komplexem Politik­sprech haben. Materialien in Alltagssprache, wie die Kurz und Klar­Bände der Akademie für Soziale Demokratie( www.fes.de/akademie­fuer-soziale-demokratie/kurz-und-klar ), bieten sich hierfür ebenso an wie niedrigschwellige Dialog- und Veranstaltungsangebote, die de­Demokratie braucht Methode 41