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Demokratie braucht Methode : von A wie Aufsuchen bis Z wie Zukunftshandeln
Entstehung
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Ohne Demokratie ist alles nichts. Was wir aus den Protesten gegen Rechtsextremismus lernen sollten von Lisa Bogerts und Nina-Kathrin Wienkoop Unsere Demokratie steht so massiv unter Druck wie schon lange nicht mehr. Das wurde spätestens mit den Enthüllungen der Correc­tiv-Recherchen im Januar 2024 deutlich. Rechtspopulistische und ext ­remistische Ansichten drängen in den politischen Diskurs und stellen die Grundfesten der freiheitlich-demokratischen Werteordnung infra­ge. Immer mehr Menschen sind unzufrieden damit, wie die Demokra­tie funktioniert. Sie fühlen sich zunehmend mit den multiplen Krisen inner- und außerhalb unserer Gesellschaft überfordert. Zeitgleich er­lebten wir in der ersten Jahreshälfte 2024 ein lautstarkes, engagiertes Aufbegehren: Mehr als vier Millionen Menschen gingen deutschland­weit auf die Straße, um sich gegen Rechtsextremismus und für Demo­kratie zu positionieren. Auch Anfang 2025 diente die Bundestagswahl noch einmal als politische Gelegenheit zur Mobilisierung von ca. 1,5 Millionen Menschen. Straßendemonstrationen stellen eine für die demokratische Gesell­schaft zentrale Form der politischen Teilhabe dar. Sie sind Ausdruck des demokratischen Grundrechts auf Versammlungsfreiheit, das in Deutschland im Art. 8 GG festgeschrieben ist. Proteste sind insofern auch eine sichtbare Folge politischer Willensbildung und finden im Rahmen kontroverser Debatten sowie gesellschaftlicher Aushand­lungsprozesse statt. Die Demokratieproteste 2024/25 waren somit nicht nur im Inhalt ihrer Forderungen, sondern gleichfalls in ihrer Form Ausdruck gelebten demokratischen Engagements:Ohne Demo­kratie ist alles nichts, antwortet eine Hamburger Demonstrierende im Juni 2024 auf die Frage, warum sie auf die Straße ging. Wir fragen uns in diesem Beitrag: Was braucht es, damit sich Menschen für De­mokratie einsetzen, und wie wirkt ihr Einsatz nachhaltig auf unsere demokratische Kultur und auf ihr Engagementverhalten? Was lässt 46 Friedrich-Ebert-Stiftung e.V.