Das Fräulein ist schließlich auch verschwunden – geschlechtergerechte Kommunikation und politische Bildung von Stefanie Elies Der Begriff Feminismus hat Konjunktur. Feministische Außenpolitik, feministische Entwicklungspolitik – ebenfalls die Politik hat realisiert, dass eine jahrzehntelange Gleichstellungspolitik, die sozusagen unter dem Radar läuft, nicht ausreicht, um die große Herausforderung der Geschlechtergerechtigkeit in absehbarer Zeit zu erreichen. Es ist auch bitter nötig, den Begriff des Feminismus nicht nur inhaltlich und politisch zu füllen, denn leider hat der Antifeminismus, geschürt von rechten Kräften, weltweit Konjunktur. Gendern gehört sozusagen zum Handwerkszeug einer modernen Gesellschaft und gendersensible Sprache ist daher ein ethischer Imperativ für politische Bildung. Aber Gender? In Bayern, Sachsen und Hessen ist die Nutzung von geschlechtersensibler Sprache in Schulen, Hochschulen und Behörden verboten. Immer wieder spricht sich der deutsche Rechtschreibrat in aller Unzweideutigkeit gegen eine Befassung mit diesem für die deutsche Sprache anscheinend wohl zu schwierigen Konzept aus. Dabei trägt das Gendern in der Sprache doch nur dem Rechnung, was eigentlich eine gesellschaftliche Selbstverständlichkeit sein sollte und auch feministische Forderungen seit langem umfassen: nämlich, dass es im Kern um die gleichen Rechte, Ressourcen und die Repräsentation von Frauen, Männern und anderen Geschlechtern in allen Bereichen der Gesellschaft geht – das, was progressive Kräfte schon lange als Geschlechtergerechtigkeit bezeichnen. Gendern gehört sozusagen zum Handwerkszeug einer modernen Gesellschaft und gendersensible Sprache ist daher ein ethischer Imperativ für politische Bildung. 62 Friedrich-Ebert-Stiftung e.V.
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Demokratie braucht Methode : von A wie Aufsuchen bis Z wie Zukunftshandeln
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