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Demokratie braucht Methode : von A wie Aufsuchen bis Z wie Zukunftshandeln
Entstehung
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Die Debatte, ob und wie wir mit Sonderzeichen geschlechtersensibel oder-neutral formulieren, verdeckt den eigentlichen Kern einer Ausein­andersetzung darüber, in welcher Gesellschaft wir eigentlich leben wol­len. In rechtspopulistischen und konservativen Diskursen steht Gen­der als Symbolbegriff für alles, was an gesellschaftlichen Rollen­bildern von rechten, aber auch konservativen antifeministischen Ohne Geschlech­Kräften bekämpft wird. Das politische Anliegen der Gleichbe­tergerechtigkeit rechtigung der Geschlechter wird bewusst alsSymbolkampf um Identität heruntergespielt, dabei stehen dahinter konkrete Kämpfe um Anerkennung, Sichtbarkeit und gleiche Teilhabe an gibt es keine sozi­ale Gerechtigkeit. Ressourcen und Chancen. Die Anliegen Geschlechtergerechtig­keit und soziale Gerechtigkeit gegeneinander aufzuwiegen oder gar auszuspielen macht schon daher keinen Sinn, weil auch his­torisch ganz klar ist, dass die sozialen Bewegungen, die sich für Feminis­mus, Arbeiter_innen- und Frauenrechte oder die Rechte benachteiligter Minderheiten eingesetzt haben, immer auch mit der sozialen und mate­riellen Frage der Stellung in der Gesellschaft, der Arbeit, Wirtschaft oder Politik einhergingen. Ohne Geschlechtergerechtigkeit gibt es keine sozia­le Gerechtigkeit. Geschlechterpolitik als handhabbar und attraktiv darzustellen, ist für poli­tische Akteure, aber ebenso für die politische Bildung und Kommunikati­on eine immerwährende Herausforderung neben der Frage, wie man über Wort und Bild eine Haltung so kommunizieren kann, dass sich alle Ge­schlechter gleichermaßen angesprochen und gemeint fühlen. 1. Warum braucht politische Bildung gendersensible Sprache? Gendersensible Sprache ist kein Selbstzweck, sondern ein elementares Werkzeug der politischen Bildung , die sich selbst als Medium für demo­kratische Teilhabe, kritische Urteilsbildung und Gleichberechtigung ver­steht. Sie berücksichtigt das, was feministische Bewegungen seit Jahr­zehnten fordern: gleiche Rechte, Ressourcen und Sichtbar­keit nicht nur für Männer und Frauen, sondern auch für Inter*-, Trans*- und nichtbinäre Personen. Wenn politische Bildung Sprache nutzt, in der nur dasgenerische Mas­Gendersensible Sprache kulinum vorkommt, dann verfehlt sie ihre emanzipa­torische Wirkung. zeigt Haltung und politische Bildung Sprache ist kein starres System, sondern ein lebendiger Kitt in der Gesellschaft. Sie wandelt sich nicht zuletzt braucht diese Haltung, um glaubwürdig zu sein durch politische Kämpfe. DasFräulein, als sprachlicher Ausdruck patriarchaler Vorstellung, wurde 1972 aus dem Amtsdeutsch gestrichen es geht also, wenn man will! Gendersensible Sprache zeigt Haltung und politische Bildung braucht diese Haltung, um glaubwürdig zu sein, denn die Frage, ob und wie wir Demokratie braucht Methode 63