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Gender Glossar : 100 Begriffe zu Gender
Entstehung
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Care-Arbeit Die Tätigkeit des Sorgens und Sich-um­andere-Kümmerns ist Care-Arbeit, zu Deutsch Sorgearbeit . Sie ist in der Regel unbezahlt. Care-Arbeit wird meist von Frauen geleistet. Innerhalb der Familie übernehmen Männer nur selten die damit verbundenen Pflich­ten, häufig auch nur einen Teil davon. Dieser Unterschied beziffert sich im Gender Care Gap . Care-Arbeit gibt es auch in bezahlter Form, ungelernt oder mit einer profes­sionellen Ausbildung. Ob im Erzieher­beruf oder als Pflegekraft, es ist eine verantwortungsvolle, oft körperliche und vor allem systemrelevante Arbeit. Bemerkenswert ist das Fehlen einer angemessenen Bezahlung für die sor­gende, pflegerische Arbeit am Men­schen. Gemeint sind Hausarbeit, Betreuung von Kindern und Pflege von Angehöri ­gen. Sie kann den familiären Rahmen verlassen: auch die Sorge für Men­schen in der Nachbarschaft oder im Freundeskreis bei Krankheit, Behinde­rung oder als Alterspflege zählen zur Care-Arbeit. Sie kann bis zu Sterbe­begleitung und Grabpflege gehen. Die Vielzahl der Aufgaben ist für die Be­teiligten in ihrer Komplexität oft nicht erkennbar. Diese neuerdings als Mental Load bezeichnete Verant­wortung kann schwer belasten und bis zum Burn Out führen. Weltweit lastet Care-Arbeit auf den Schultern von Frauen. In ärmeren Län ­dern mit niedrigem Lebensstandard kann das Beschaffen von sauberem Trinkwasser oder Brennholz dazuge­zählt werden. Im Verhältnis von arm und reich verteilt sich Care-Arbeit neu, aber meist auch unter Frauen. Migran­tinnen aus armen Ländern bedienen die steigende Nachfrage in Ländern des globalen Nordens. Sie arbeiten als Putz­kraft, betreuen kleine Kinder oder pfle­gen im Privathaushalt alte Menschen. Time to care Sorgearbeit im Fokus Franziska Baum und Prof. Dr. Almut Peukert, Friedrich-Ebert-Stiftung 2025 https://www.fes.de/themenportal-wirtschaft-finanzen-oekologie-soziales/soziales/time-to-care Vereinbarkeit von Pflege und Beruf: Das 1000-Stunden-Modell. Ein flexibles Zeitbudget mit Lohnersatz Barbara Stiegler, Friedrich-Ebert-Stiftung, 2019. https://www.fes.de/index.php?eID=dumpFile&t=f&f=52464&token=e0ee73491f64131366ba5802a­a834d30b64a3abe Equal Care Day https://equalcareday.de/ 20 Friedrich-Ebert-Stiftung e.V.