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Gender Glossar : 100 Begriffe zu Gender
Entstehung
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(De-)konstruktivistischer Ansatz Der(De-)Konstruktivismus wird als postmoderner feministischer Ansatz verstanden. Die Binarität wird nicht mehr als natürliche Vorgabe ge­sehen. Er bestreitet die Unveränder ­lichkeit von Biologismen des vorher­gehenden Gleichheitsansatz zu Beginn der Frauenforschung und den Differenzansatz der Geschlechter­forschung. Das Handeln von Frauen und Männern gilt nicht länger als spezifisch weiblich oder männlich. (De-)Konstruktivismus hinterfragt den Prozess der Konstruktion von Ge­schlecht, genauer seine Dualismen und diePolitik der Unterscheidungen. Er analysiert die kulturelle Konstruk­tion der Zweigeschlechtlichkeit, die Gefühle, Denken und Körperlichkeit bestimmt. Das Handeln ist Ausdruck einer Individualität, die sich aus der Definition von Geschlecht, seiner Posi­tionierung und Identifikation herleitet. Den Diskurs bestimmte maßgeblich die US-amerikanische Philosophin Judith Butler. Sie sieht sowohl das so­ziale Geschlecht( Gender ) als auch das biologische Geschlecht(Sex) als diskursive Konstruktion, die durch Zitieren von Geschlechternormen her­gestellt wird, und zwar permanent und performativ. Butler ist die promi­nenteste Vertreterin des Dekonstrukti­vismus. Das Unbehagen der Geschlechter Judith Butler, 1991. Die Macht der Geschlechternormen und die Grenzen des Menschlichen Judith Butler, auf Englisch erschienen alsUndoing Gender, 2011. 26 Friedrich-Ebert-Stiftung e.V.