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Kunststoffdilemma im Wasserrecht : regulatorische Herausforderungen für eine zukunftsfähige Wasserwirtschaft
Entstehung
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IMPULS Michael Quandt Kunststoffdilemma im Wasserrecht Regulatorische Herausforderungen für eine zukunftsfähige Wasserwirtschaft Auf einen Blick Kunststoffe sind integraler Bestandteil unserer techno­logisierten Gegenwart. Inzwischen sind sie jedoch ins­besondere in Form von Mikroplastik überall in der Um­welt nachweisbar, vor allem auch im Wasserhaushalt. Hierbei zeigt sich, dass die damit einhergehenden Ge­fahren bislang nicht durch angemessene Regulierung und konsequenten Vollzug adressiert werden. Notwen­dig sind daher rechtliche Lösungsansätze zur Harmo­nisierung und Effektivierung des Gewässerschutzes, die den Austrag von Kunststoffen in die Umwelt mini­mieren. 1. Problemstellung Herr, die Not ist groß! Die ich rief, die Geister werd ich nun nicht los. Mit diesem Hilferuf wendet sich Goethes Zauber­lehrling überfordert von selbst entfesselten und nunmehr übermächtigen Kräften an seinen Meister. Eine Szene, die sich wohl auch deshalb in das kollektive Gedächtnis eingeschrieben hat, weil sie einen altbekannten menschli­chen Konflikt offenbart. Die Ballade selbst endet formal wie inhaltlich im Crescendo was spielerisch beginnt, stei­gert sich ins Atemlose. Das Gleichgewicht zwischen Inno­vation und Risiko gerät aus den Fugen. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat die Werkstoffkategorie der Kunststoffe einen beispiellosen Siegeszug erlebt und Naturstoffe wie Holz, Metalle oder natürliche Verbundstof­fe weitgehend abgelöst. Eine Flut günstiger, leichter und allseits verfügbarer Werkstoffe, geeignet für nahezu jeden Anwendungsbereich, hat enorme Fortschritte in der Medi­zin, Technologie und vor allem der Distribution von Waren aller Art ermöglicht. Der Unterschied zwischen Natur- und Kunststoffen ist indes folgenschwer. Während Naturstoffe durch natürliche Prozesse entstehen und immer wieder in ihre Einzelteile(Monomere) zerfallen, bieten Kunststoffe (synthetische Polymere) diesen Vorzug nicht. Ihre Genese stellt die Naturkreisläufe vielmehr vor die Herausforderung, Stoffe zu verarbeiten, die aufgrund ihrer komplexen Mo­difizierung äußerst beständig und zugleich umwelttoxiko­logisch wirksam sind. Dem Menschen obliegt daher die Ver­antwortung, künstliche Kreisläufe zu schaffen, die einen Austrag von Kunststoffen in die Umwelt effektiv auf ein Minimum reduzieren. Kunststoffdilemma im Wasserrecht 1