FACTSHEET Umfrage: Erwartungen an die neue Regierung Wie blicken die Bürger:innen nach der vorgezogenen Neuwahl auf die neue Koalition? Was bereitet ihnen Sorgen? In welchen Politikbereichen wünschen sie sich zentrale Verbesserungen? Und welche Unterschiede zeigen sich zwischen verschiedenen Wähler:innengruppen? Für unsere Studie„Guter Start für die neue Bundesregierung?“ hat die Gesellschaft für Innovative Marktforschung(GIM) bundesweit mehr als 1.500 Menschen befragt. Die größten Sorgenthemen „Wie ist es mit folgenden Themen – machen Sie sich da Sorgen?“(in Prozent) 0 50 100 Das Erstarken linker 22 33 Kräfte oder Parteien 40 5 Die militärische Aufrüstung in Europa 31 44 22 3 Die Migration 34 nach Deutschland 43 21 1 Wirtschaftliche Probleme 38 in Deutschland 53 81 Kriminalität in Deutschland 40 45 14 1 Die steigenden Kosten in Deutschland 49 44 7 Das Erstarken rechter 56 23 17 4 Kräfte oder Parteien Die Politik des 65 US-Präsidenten Trump 23 11 2 Das hier abgebildete Sorgenprofil ist innerhalb der Wähler:innengruppen von CDU, SPD, Grünen und auch Linken recht ähnlich mit nur kleinen Unterschieden. Ein deutlich anderes Profil zeigen Befragte mit Wahlabsicht AfD: Migration steht für sie an erster Stelle (88%), gefolgt von steigenden Kosten(82%), Kriminalität(79%) und wirtschaftlichen Problemen(77%). Außerdem sind sie die einzigen, denen die Politik Trumps kaum Sorgen bereitet(29%). Große Sorgen Einige Sorgen Keine Sorgen Keine Antwort Basis: alle Wahlberechtigten. Quelle: GIM im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung Bewertung von Koalitionsvertrag und Regierungshandeln Die Ergebnisse zeigen eine abwartende, aber verhalten optimistische Haltung: 44% der Befragten bewerten den Koalitionsvertrag als eher gut für Deutschland, 37% als eher schlecht, knapp jede:r fünfte traut sich kein Urteil zu. 61% sehen die Politik in der Lage, die Zukunftsherausforderungen zu bewältigen, während 39% dies verneinen. Insgesamt wird die Arbeit der Koalition als erfolgreich bewertet, wenn: → die Regierung trotz politischer Differenzen Kompromisse findet(53%). → die Zusammenarbeit ohne internen Streit erfolgt(39%). → eine gemeinsame Vision für die Zukunft Deutschlands entwickelt wird(39%). → die vereinbarten Regierungsziele umgesetzt werden(37%). → das Regierungshandeln erklärt und klar kommuniziert wird(32%). Auffällig ist hier, dass v.a. Jüngere(18-24 Jahre) Wert auf die Umsetzung der Regierungsziele und das Erklären des Regierungshandelns legen. Außerdem unterscheiden sich AfD- und BSW-Anhänger:innen deutlich von allen anderen Wähler:innengruppen: Eine gemeinsame Vision für Deutschland ist ihnen besonders wichtig(48%). Zudem beurteilen sie den Koalitionsvertrag eher negativ(AfD 77%, BSW 71%) und zu fast 80% sprechen sie der Politik die Fähigkeit zur Problemlösung ab.
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