FES-Analyse Informationsgesellschaft 2 Arbeits- und Bildungsoffensive Multimedia in Europa – Neue Medien für neue Arbeit – Wolfgang Glatthaar 1. Neue Medien ermöglichen europaweite Bildungsangebote 2. Internet-Technologien machen die Arbeitsmärkte weltweit transparent 3. Neue Arbeitsformen prägen die Arbeit der Zukunft 4. Neue Medien werden keine reine Cyber-Arbeitswelt schaffen Zusammenfassung 1. Europaweite Bildung Zur Schulung und Weiterbildung können in Zukunft in vollem Umfang die Neuen Medien genutzt werden. So lassen sich virtuelle„Klassenräume“ errichten, Tele-Teaching per Videokonferenz durchführen oder zum Selbststudium multimediale Lehrmethoden einsetzen. Bildung und Wissen können europaweit, sogar weltweit, vermittelt werden, ohne dass alle Unterrichtsteilnehmer physisch und zur gleichen Zeit an der Bildungsveranstaltung teilnehmen müssen. Bildungsinhalte und-methoden können auf die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Lernenden abgestimmt werden. 2. Europaweite Arbeitsvermittlung Über Web-Auftritte der Arbeitsämter und private Jobbörsen entwickelt sich im Internet eine länderweite Arbeitsvermittlung. Der nationale wie auch der europäische Arbeitsmarkt wird um ein Vielfaches transparenter und zugänglicher für alle. Das Zusammenspiel von Arbeitsangebot und-nachfrage wird flexibler. Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Behörden werden von dieser Art des Zueinanderfindens auf Dauer profitieren. 3. Neue Arbeitsformen Die industrielle Arbeit erfordert die räumliche und zeitliche Bindung von Arbeit, Mitarbeitern und der Produktionsstätte. Durch den Einsatz von Multimedia und den Übergang zur Informationsgesellschaft wird diese Bindung in vielen Bereichen aufgehoben. Ein Großteil der zukünftigen Arbeit kann zu jeder Zeit an jedem Ort für jeden Auftraggeber geleistet werden. Die Arbeitsformen des Informationszeitalters stellen hohe Anforderungen an die Lernfähigkeit, Flexibilität, Kommunikations- und Teamfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese Entwicklung muss durch neue Bildungsformen und neue Lehrmittel unterstützt werden. 4. Keine Cyber-Arbeitswelt Trotz der zunehmenden Vernetzung und Dezentralisierung von Arbeit bleiben klassische Berufe wie Handwerk oder produzierendes Gewerbe bestehen. Nicht jede Arbeit ist für die sich neu entwickelnden Arbeitsformen geeignet. Jedoch werden sich in allen Wirtschaftsbereichen Angebot und Nachfrage durch die Neuen Medien stark verändern und die Arbeitszeiten insgesamt flexibler werden. Kundenorientierung wird im Mittelpunkt der wirtschaftlichen Aktivitäten stehen. Herausgeber: Stabsabteilung der Friedrich-Ebert-Stiftung, 53170 Bonn – Bad Godesberg. Fax: 0228 – 883 432, eMail: marlene.scharenberg@fes.de, Internet: www.fes.de/stabsabt/publ.html
Druckschrift
Arbeits- und Bildungsoffensive Multimedia in Europa : neue Medien für neue Arbeit
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten