Michael Ehrke, Lothar Witte Flasche leer! Die new economy des europäischen Profifußballs Mai 2002 Der europäische Profifußball droht in den Krisenstrudel der privaten Medien zu geraten – siehe Kirch, den britischen Privatsender ITV oder den französischen Canal+. Doch die Seifenblase des Medienbooms, die den FußballUnternehmen astronomische Zahlungen für die Übertragungsrechte von Fußballspielen bescherte, überdeckte nur die strukturellen Defizite einer Branche, die nun eine Anpassungskrise zu bestehen hat. Der Profifußball ist mehr als eine Wirtschaftsbranche unter anderen, er ist der Inbegriff akzeptierter Globalisierung- und Europäisierung: Fußball ist eines der wenigen globalen Phänomene, bei denen die USA keine führende Rolle spielen. Was in den Netzwerken der großen Unternehmen als Tendenz angelegt ist, ist im Profifußball Realität: Ein globaler Arbeitsmarkt, ein globales Publikum, ein globales Produkt, das unter global geltenden Regeln erzeugt wird. Der Profifußball ist eine Zukunftsbranche par excellence. Er unterliegt aber wie andere Zukunftsbranchen den Krisen der Globalisierung – wie die derzeitigen Probleme des europäischen Profifußballs zeigen.
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