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ASEAN: Midlife-Krise oder Ende? : Betrachtungen zum 35jährigen Bestehen
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September 2002 ASEAN: Midlife-Krise oder Ende? - Betrachtungen zum 35jährigen Bestehen ­Norbert von Hofmann, FES, Singapur Die Gemeinschaft Südostasiatischer Staaten(Association of Southeast Asian Nations) ­ASEAN ist ein Produkt des Kalten Krieges. Obwohl das Ende des Kalten Krieges mehr als zehn Jahre zurückliegt, hat sich die Arbeitsweise der Gruppe kaum verändert. Es stellt sich deshalb die Frage nach ihrer zukünftigen Relevanz. Der Niedergang der einstmals hochgelobten Staatengemeinschaft wurde durch die Fi­nanz- und Wirtschaftskrise Mitte 1997 erneut deutlich. Während sich die Wirtschaft der meisten Länder erholte, hatte die Reputation der Gemeinschaft Schaden genommen. Die Asienkrise erbrachte nicht den erhofften Wandel in der politischen Kultur der Migliedsländer. Vetternwirtschaft, Korruption und mangelnde Transparenz gehören auch fünf Jahre nach dem Ausbruch der Krise noch immer zu den Kernproblemen. Die politi­schen und sozialen Spannungen haben weiter zugenommen. Außenpolitisch gewinnt die Region ‚Südostasien nach dem 11. September 2001 wieder an Bedeutung. Dies ist aber kaum gleichzusetzen mit einer Wiederbelebung der Instittion ‚ASEAN. Wenn ASEAN in der Weltpolitik wieder eine Rolle spielen möchte, dann muss ASEAN zu aller erst das eigene Haus in Ordnung bringen. Doch dafür gibt es nur wenige positive Anzeichen. Die diesjährige Außenministerkonferenz in Brunei stand unter dem Motto: ‚Auf Herausforderungen an tworten: Eine bessere Zukunft sichern. Die erhoffte Aufbruchstimmung blieb jedoch aus und die meisten Entscheidungen wa­ren wieder mehr oder weniger unverbindlich. - 1-