33 Renate Schmidt Solidarität im 21. Jahrhundert – Der Beitrag der Familie Ich freue mich, dass Familienpolitik mittlerweile in Deutschland einen solchen Popularitätsschub bekommen hat, wie ich es in den jetzt gut 20 Jahren meiner hauptberuflichen politischen Tätigkeit noch niemals erlebt habe. Dafür gibt es viele Indizien, nämlich dass Veranstaltungen zu den ungewöhnlichsten Tagesund Jahreszeiten ausgesprochen gut besucht sind. Ich habe im letzten Jahr mit 250 Leuten besetzte familienpolitische Veranstaltungen bei Gluthitze und strahlendem Sonnenschein am Sonntagvormittag um 11.00 Uhr durchgeführt, und die Teilnehmer haben trotzdem gut und lange mitdiskutiert. Die Tatsache, dass der Bundeskanzler über Familienpolitik ganzseitige Artikel in überregionalen Wochenzeitungen schreibt und die Wochenzeitungen kontinuierlich berichten und immer neue Aspekte bringen – man kommt kaum mehr nach, das zu lesen –, ist hoch erfreulich. Ebenso, dass urplötzlich in politischen Gremien die Männer nicht gelangweilt in ihren Unterlagen blättern und sich leise unterhalten, wenn Frauen über Familie diskutieren, sondern bei diesem ehemaligen„Wehweh-Thema“ – so habe ich es in meinem Buch„SOS Familie“ genannt –, bei diesem weichen Weiberthema plötzlich interessiert mitdiskutieren und eigene Vorschläge haben, ist etwas Neues und sehr positiv zu bewerten. Was ist passiert? Ist
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Solidarität im 21. Jahrhundert : die Familie - soziales Kapital einer menschenwürdigen Gesellschaft ; Dokumentation einer Konferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung am 6. Juni 2002 in Bonn
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