Brennpunkt IRAK Michael Ehrke Erdöl und Strategie Zur politischen Ökonomie eines angekündigten Krieges Der von der US-Regierung angekündigte Krieg gegen den Irak folgt, wie es scheint, einer verwirrenden Vielfalt von Motiven. Dabei zeichnen sich zwei plausible Erklärungsansätze ab: Ein politisch-strategischer und ein politischökonomischer. Politisch-strategisch ist der Irak der erste Anwendungsfall der Bush-Doktrin, das erste Exempel eines neuen Typus amerikanischer Dominanz. Politisch-ökonomisch geht es um die Kontrolle der westlichen Ölversorgung, für die der Irak – nach der Wandlung des saudischen Königreichs vom Alliierten des Westens zum unsicheren Kantonisten – eine Schlüsselposition einnehmen könnte. Die Rolle als Ersatz Saudi Arabiens kann der Irak aber nur spielen, wenn sein enormes Erdölpotenzial entwickelt wird – was unter Saddam Hussein und dem derzeitigen internationalen Sanktionsregime nicht möglich ist. Das Erdöl, das die westlichen Volkswirtschaften brauchen, und der Terror, der die Sicherheit der westlichen Gesellschaften bedroht, stammen aus derselben Weltregion. Daher sind der amerikanische„Krieg gegen Terror“ und der Krieg um das Öl zwei Seiten derselben Medaille. Die Maßnahmen der Friedrich-Ebert-Stiftung zum Brennpunkt IRAK werden vom Referat Naher/Mittlerer Osten und Nordafrika koordiniert. Informationen zum Thema finden Sie unter www.fes.de/brennpunkt
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Erdöl und Strategie : zur politischen Ökonomie eines angekündigten Krieges
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