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Afrika auf dem Weg zur Medienfreiheit
Entstehung
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Mai 2004 Afrika auf dem Weg zur Medienfreiheit Peter Schellschmidt Windhoek, Mai 2004 Auf dem Papier sieht alles so schön aus: der afrikanische Kontinent und seine politischen Organisationen sind weltweit absolut Spitze, was die Formulierung von politischen Zielen zur Verwirklichung von Medien-, Meinungs- und Infor­mationsfreiheit angeht. Folgt man den Texten der einschlägigen Dokumente von African Union(AU), NEPAD(New Partnership for Africas Development) oder auch der Southern African Development Community(SADC), dann be­schränken sich Staat und Politik auf die Schaffung der notwendigen Rahmen­bedingungen für Medien und Informationsfluss, verzichten aber auf jede Ein­flussnahme auf Programminhalte. Über die Einhaltung der Regeln wachen un­abhängige und transparente Institutionen, in denen sich die gesamte Gesell­schaft wieder finden kann. Die Einhaltung professioneller und ethischer jour­nalistischer Qualitätskriterien wird Sache von Selbstregulierungs-Instanzen der Medien selbst. Ein Traum angesichts der nach wie vor real existierenden und zum Teil drastschen Einschränkungen von Medien- und Informationsfreiheit in den meisten afrikanischen Nationalstaaten? Ja und Nein. Dieser Versuch einer Be­standsaufnahme untersucht die Bedingungen für die Transformation bestehen­der(meist mehr oder minder kontrollierter) Mediensysteme in solche, die den Ansprüchen genügen, die sich Afrika inzwischen selbst gesetzt hat.