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Nigeria zwischen Kontinuität und Stillstand : Obasanjos zweite Amtsperiode sichert den Status quo
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Nigeria zwischen Kontinuität und Stillstand Obasanjos zweite Amtsperiode sichert den Status quo Von Heinrich Bergstresser Januar 2004 Die Wahlen im April 2003 gewannen General a.D. Olusegun Obasanjo und seine Par­tei haushoch. Ein politischer Neubeginn ist im krisengeschüttelten Nigeria aber noch nicht zu erkennen. Das größte christlich-islamische Land der Erde, afrikanischer Erdöl- und Erdgasproduzent Nummer Eins und geo-politischer Eckpfeiler der USA am Golf von Guinea schreibt auch in der zweiten Legislaturperiode der Nach-Militärära den Status Quo Ante weitgehend fort. Wahlnachlese Eine Mischung aus Hoffnung und Skepsis prägten im April und Mai 2003 den Wahlmarathon in Nigeria. 1500 Mandate standen auf der Ebene des Bundes, der 36 Bundesstaaten und des Bundesterritori­ums zur Disposition. Darüber hinaus hin­gen 4000 Posten in Behörden und staatli­chen wie halbstaatlichen Unternehmen direkt vom Ausgang der Präsident­schaftswahl ab. Berichte von Wahlbeob­achtern, NGOs und Journalisten über Un­regelmäßigkeiten, Stimmenkauf und auch Wahlfälschungen spiegeln das Niveau politischer Kultur und demokratischer Reife in Nigeria wider. Um aber den Wahlmarathon politisch angemessen zu bewerten, müssen auch andere bestim­mende Faktoren einbezogen werden. Erstmals besteht in der 43-Jährigen Geschichte Nigerias eine hohe Wahr­scheinlichkeit, eine zweite Legisla­turperiode durchzustehen. Nach 23 Jahren Militärherrschaft nur unter­brochen durch das Interme zzo der II. Republik(1979-83)- scheinen die Akteure des Gewaltapparates zivile Herrschaft akzeptiert zu haben.