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Wahlen in Indonesien : wirtschafts- und sozialpolitische Konsequenzen
Entstehung
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Oktober 2004 Wahlen in Indonesien: Wirtschafts- und sozialpolitische Konsequenzen Gerd Botterweck, FES Jakarta Die Finanzmärkte reagierten positiv auf die Wahl Susilo Bambang Yudhoyonos(SBY) zum neuen indonesischen Präsidenten. Die Verbesserung des Investitionsklimas steht auf seiner Prioritätenliste. Mehr ausländi­sche Direktinvestitionen sollen zu einem höheren Wachstum und somit zu mehr Ar­beitsplätzen führen. Aber: Die Notwendigkeit der Erhöhung der staatlichen Investitionen in die materielle und personelle Infrastruktur zur Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze wird durch die Krise der öffentlichen Finanzen erschwert. Indonesien befindet sich in der Schuldenfalle. Ein Drittel der Staatseinnahmen wird für den Schuldendienst benötigt. Der weitere Abbau des Haushaltsdefizits lässt eine weite­re Neuverschuldung nicht zu. Die vom neuen Vizepräsidenten,Yusuf Kalla eingeforderte notwendige Steuerreform wird nur langfristig zu mehr Steuereinnahmen führen. Nur die Streichung von Subven­tionen, mit denen vor allem die Benzin- und Strompre ise künstlich niedrig gehalten werden, könnte für den Staat zusätzliche finanzielle Manövriermasse schaffen. Doch sie bergen das Potential für Unruhen. Diese können nur vermieden werden, wenn es SBY gelingt der Bevölkerung klarzuma­chen, dass von den bisherigen Subventionen vor allem die Reichen profitierten und die gewonnenen Mittel für Arbeitsplatzbeschaffung und Armutsbekämpfung eingesetzt werden. Die Wirtschafts- und Sozialpolitik des neuen indonesischen Präsidenten: Fakten, Hoffnungen und Erwartungen Die Finanzmärkte haben auf die Wahl Susilo Bambang Yudhoyonos(SBY) positiv reagiert. Jetzt kommt es darauf an, das Investitionsklima in Indonesien zu verbesern, so die erste Äußerung von Pre­mierminister Lee Hsie Loong aus Singa­pur, Indonesiens nächstem Nachbarn. Lee gab gleichzeitig einer Delegation der in­donesischen Handelskammer mit auf den Weg, dass dies nur erreicht werden kön­ne, wenn Rechtssicherheit bestehe, Inves­titionsvorschriften erleichtert werden, der Arbeitsmarkt flexibler wird und die Ar­beitsgesetze arbeitgeberfreundlich ge­handhabt werden. Singapur ist fünftgröß­ter ausländischer Investor in Indonesien und hat vor allem im Rahmen des indone­sischen Privatisierungsprogramms in jüngster Zeit in die indonesische Tele­kommunikationsindustrie, den Automo-