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Wie der Vater so der Sohn? : Togo nach den Präsidentschaftswahlen 2005 ; Szenarien der politischen Entwicklung
Entstehung
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Wie der Vater so der Sohn? Togo nach den Präsidentschaftswahlen 2005 Szenarien der politischen Entwicklung Jan Niklas Engels Juni 2005 Die Hoffnung vieler, dass nach dem Tode von Gnassingbé Eyadéma nun endlich auch in Togo ein demokratisches System entstehen würde, scheint sich nicht zu bewahrheiten. Zwar musste die putschartige Inthronisierung seines Sohnes, Faure Gnassingbé, rückgängig gemacht werden, doch der zweite Anlauf durch demokratisch kaschierte jedoch dilettantisch manipulierte Wahlen könnte von Erfolg gekrönt sein. Um einen Bürgerkrieg in Togo zu verhindern, haben sich die meisten Staaten mit dem offiziellen Wahlsieger Faure Gnassingbé abgefunden. Eine gefährliche Wahl des vermeintlich kleineren Übels, da so die Hoffnung auf einen demokratischen Wechsel in der Bevölkerung schwindet und langfristig mit einer gewaltsamen Regierungsablösung gerechnet werden muss. Die Bildung einer"Übergangsregierung der nationalen Einheit" könnte einen Lösungsweg darstellen für den auf der internationalen Ebene intensiver geworben werden muss. Dieser Kurzbericht zeigt drei mögliche Szenarien für die weitere politische Entwicklung in Togo und Handlungsoptionen für einen Demokratisierungsprozess auf. 1. Die Wahlvorbereitungen Nach 38-jähriger Herrschaft starb am 5. Februar 2005 der togoische Präsident Gnassingbé Eyadéma. Kurz nach der offiziellen Verlautbarung der Todes­nachricht erklärte das Militär seinen Sohn, Faure Gnassingbé, der bisher als Minister im Kabinett seines Vaters fungierte, zum neuen Präsidenten. Am Sonntag, dem 6. Februar, sorgte das eilig zusammengerufene Parlament für die hierfür erforderliche Verfassungs­änderung. Die Regionalorganisation ECOWAS sowie die Afrikanische Union(AU) inter­venierten daraufhin und forderten eine Rückkehr zur Verfassung. Togo wurde als AU-Mitglied suspendiert, und der Druck auf Faure Gnassingbé zunehmend erhöht. Angesichts der Drohung eines Embargos gegen Togo, sowie eines Reiseverbotes für alle Staatsfunktionäre, gab Faure Gnassingbé scheinbar auf und trat als Präsident zurück. Entsprechend der ursprünglichen Verfassung wurden Neu­wahlen innerhalb der 60-Tagefrist für den