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Die Linksregierung in Uruguay: Start geglückt
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^ìÖìëí=OMMR= Die Linksregierung in Uruguay: Start geglückt Dr. Achim Wachendorfer = Der neuen uruguayischen Linksregierung unter Präsident Tabaré Vázquez ist ein Einstieg nach Maß gelungen: Der Regierungswechsel verlief reibungslos, zahlreiche Wahlversprechen wurden fristge­recht angegangen.= Nach den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen des vergangenen Jahres gelang dem Mitte­Links-Bündnis auch bei den Regionalwahlen ein klarer Sieg; die beiden Traditionsparteien=`çäçê~Ççë und_ä~åÅçë dagegen mussten zum zweiten Mal innerhalb von sechs Monaten eine herbe Nieder­lage einstecken.= Der Wahlsieg der Linken hat direkte Auswirkungen auf die gesamte Region, wird doch nunmehr nach Brasilien und Argentinien bereits das dritte von vier Mitgliedsländern des MERCOSUR von ei­ner progressiven Regierung geführt.= == Seit rund einem halben Jahr wird Uruguay nun von einem Mitte-Links-Bündnis regiert. Der Ausgang der Präsidentschafts- und Parlaments­wahlen vom 31. Oktober 2004 bedeutete eine Zeitenwende: Die 170 Jahre währende Domi­nanz der beiden Traditionsparteien Colorados und Blancos wurde durchbrochen, ein neues Kapitel in der politischen Geschichte des Landes eingeläutet. Bereits im ersten Wahlgang siegte das Mitte-Links-Bündnis cêÉåíÉ=^ãéäáçJ båÅìÉåíêç= mêçÖêÉëáëí~JkìÉî~= j~óçê~= Ec^JbmJ kjF mit seinem Präsidentschaftskandidaten Tabaré Vázquez; es sicherte sich überdies die absolute Mehrheit in beiden Kammern des Parlaments. Der Wahlsieg der Linken hat direkte Auswirkun­gen auf die gesamte Region, wird doch nun­mehr nach Brasilien und Argentinien bereits das dritte von vier Mitgliedsländern des MERCOSUR von einer progressiven Regierung geführt. Bei allen inhaltlichen Unterschieden haben diese Regierungen wesentliche Gemeinsamkeiten: Sie setzen sich deutlich von der neoliberalen Politik ab, die nahezu zwei Jahrzehnte lang in Latein­amerika dominierte, sie rücken die bislang vernachlässigte soziale Frage ins Zentrum und befürworten grundsätzlich den Ausbau des MERCOSUR. Tabaré Vázquez sah sich nach seinem Wahlsieg drei zentralen Herausforderungen gegenüber: Mit der tief gedemütigten scheidenden Regierung musste er einen konstrukti­ven Übergang finden und das zukünfti­ge Verhältnis zu den Oppositions­parteien klären. Bei der Regierungsbildung galt es, die Interessen der verschiedenen Koalitions­partner adäquat zu berücksichtigen. Bei den Regionalwahlen am 8. Mai 2005 wollte die Linke beweisen, dass sie nicht nur in der Hauptstadt Montevideo, sondern auch im Landesinneren siegen kann. Tatsächlich erzielte die Linke bei den Regional­wahlen ein sensationelles, alle Erwartungen übertreffendes Ergebnis: Neben Montevideo konnte sich die Linke in weiteren sieben aÉé~êJ í~ãÉåíçë durchsetzen. Dieses Wahlergebnis bestätigte den guten Start der Regierung Váz­quez, der sich auch in der hohen Zustimmungs­rate von 64% nach den ersten 100 Tagen artikulierte. Zum ersten Mal in der Geschichte Uruguays musste eine bürgerliche Regierung- die zudem in den Wahlen brutal abgestraft worden war ­die Amtsgeschäfte an jene politischen Kräfte 1