Print 
Hehre Ziele und erste Erfolge : die "Internationale Konferenz Große Seen" ; Probleme und Auswirkungen auf die DR Kongo
Place and Date of Creation
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image
 

Hehre Ziele und erste Erfolge DieInternationale Konferenz Große Seen: Probleme und Auswirkungen auf die DR Kongo Pamphile Sebahara Dezember 2005 Mit derinternationalen Konferenz Große Seen haben sich Vereinte Nationen(UN) und Afri­kanische Union(AU) das Ziel gesetzt, zur Förderung von Frieden, Demokratie und Entwick­lung in den zentralafrikanischen Staaten beitragen. In den letzten zweieinhalb Jahren hat die Konferenz eine Reihe von Protokollentwürfen sowie Aktionsprogramme in verschiedenen Bereichen erarbeitet. Eine Analyse dieses Prozesses lässt jedoch trotz erster Erfolge erhebliche Zweifel daran aufkommen, ob alle relevanten Akteure bereit sind, ihre Zusagen tatsächlich einzuhalten. Dies gilt insbesondere in bezug auf das Protokoll über Gewaltverzicht und gegenseitige Ver­teidigung. Diese Zweifel werden noch verstärkt durch den Gegensatz zwischen bisher erziel­ten Ergebnissen, den eingesetzten Finanzmitteln und den aufwendig gestalteten Verhand­lungsprozessen. Grundsätzlich liegt das Hauptproblem der Konferenz nicht in der Definition überzeugender Lösungsvorschläge, sondern in der Umsetzung der erarbeiteten Vorschläge. Vor diesem Hintergrund wird auch deutlich, dass die Idee eines regionalen Ansatz, so über­zeugend und innovativ sie ist, sicher kein Patentrezept darstellt. Das vorliegende Papier erläutert, welchen Herausforderungen sich nationale und internatio­nale Akteure heute stellen müssen und wie der Prozess der KonferenzGroße Seen lang­fristig gestärkt werden kann. I. Eine Region viele Konflikte In acht der insgesamt elf involvierten Staa­ten der KonferenzGroße Seen ist es in den letzten Jahren zu bewaffneten Ausei­nandersetzungen gekommen. 1 Diese Kon­flikte traten meist im Zusammenhang mit politischen Veränderungsprozessen in bezug auf die Vorbereitung und Durchfüh­rung von Wahlen auf und wurden von UN und Regionalorganisationen bearbeitet. In fast allen Ländern der Region stehen die 1 Involviert sind: Burundi, DR Kongo, Ruanda,ganda, Tansania, Kenia, Sudan, Zentralafrikanische Republik, Republik Kongo(Brazzaville), Angola und Sambia. in Folge in Gang gesetzten Friedenspro­zesse nach wie vor auf wackeligen Fun­damenten: Burundi hat seine Übergangsphase im August 2005 erfolgreich abgeschlossen. Am 16. November 2003 unterzeichneten die Rebellen der Fraktion Pierre Nkurunzi­za(CNDD-FDD) ein Friedensabkommen und traten im Dezember 2003 in die Re­gierung ein. Für ehemalige Kombattanten wurde ein DDR-Programm(Entwaffnung, Demobilisierung und Wiedereingliederung) eingerichtet und am 28. Februar 2005 eine Verfassung per Referendum angenom­men. Zwischen Juni und August 2005 fan­den Kommunal-, Parlaments-, Senats- und Präsidentschaftswahlen statt. Pierre Nku-