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Kongresswahlen in Argentinien : Präsident Néstor Kirchner politisch gestärkt, doch ohne Mehrheit im Parlament
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lâíçÄÉê=OMMR= Kongresswahlen in Argentinien- Präsident Néstor Kirchner politisch gestärkt, doch ohne Mehrheit im Parlament Alfred Stoll aáÉ=t~ÜäÉå=òìê=qÉáäÉêåÉìÉêìåÖ=ÇÉë=hçåÖêÉëëÉë=~ã=OPKlâíçÄÉê=ÉåÇÉíÉå=ãáí=ÉáåÉê=ÇÉìíäáÅÜÉå=éçäáíáJ ëÅÜÉå=®êâìåÖ= ÇÉë=~ãíáÉêÉåÇÉå=®ëáÇÉåíÉå= k¨ëíçê= háêÅÜåÉêK= aáÉ=®ÑíÉîÉêÜ®äíåáëëÉ= áååÉêÜ~äÄ= ÇÉê= éÉêçåáëíáëÅÜÉå=_ÉïÉÖìåÖ= Ü~ÄÉå= ëáÅÜ= òì= ëÉáåÉå= dìåëíÉå= îÉêëÅÜçÄÉåI= ëÉáå= bêòJoáî~äÉ= bÇì~êÇç= aìJ Ü~äÇÉ=ãìëëíÉ=ÉáåÉ=ÉãéÑáåÇäáÅÜÉ=káÉÇÉêä~ÖÉ=ÜáååÉÜãÉåK=== háêÅÜåÉêë= ł cêçåí=Ñ ê=ÇÉå=páÉÖ=âçååíÉ=ÇáÉ=~ÄëçäìíÉ=jÉÜêÜÉáí=áã=pÉå~í=ïÉáíÉê=~ìëÄ~ìÉåI=îÉêÑ Öí=~äJ äÉêÇáåÖë=áã=m~êä~ãÉåí=åáÅÜí= ÄÉê=ÇáÉ=~ÄëçäìíÉ=jÉÜêÜÉáí=ìåÇ=áëí=Ççêí=~ìÑ=ÇáÉ=råíÉêëí íòìåÖ=ïÉáíÉêÉê= ^ÄÖÉçêÇåÉíÉê=~åÖÉïáÉëÉåK== aÉêòÉáí= ëÅÜÉáåí= ÇáÉ=_áäÇìåÖ= ÉáåÉê= ÖÉãÉáåë~ãÉå=~âíáçå= òïáëÅÜÉå= háêÅÜåÉêë= ìåÇ= aìÜ~äÇÉë= ÖÉäå= ~ìëÖÉëÅÜäçëëÉåK=^Ç=ÜçÅ=^ääá~åòÉå=ãáí=~åÇÉêÉå=m~êíÉáÉå=ìåÇ=_ä ÅâÉå=çÇÉê=ÉáåòÉäåÉå=^ÄÖÉçêÇåÉíÉå= ëáåÇ=ï~ÜêëÅÜÉáåäáÅÜÉêK=== a~ë=íê~ÇáíáçåÉää=ÇìêÅÜ=mÉêçåáëíáëÅÜÉ=m~êíÉá=ìåÇ=råáµå=` îáÅ~=o~ÇáÅ~ä=Er`oF=ÇçãáåáÉêíÉ=~êÖÉåíáåáëÅÜÉ= m~êíÉáÉåëóëíÉã= ÄÉÑáåÇÉí= ëáÅÜ= áã= rãÄêìÅÜK= aáÉ= r`o= ïìêÇÉ= ïÉáíÉê= ÖÉëÅÜï®ÅÜíI= ï®ÜêÉåÇ= âäÉáåÉêÉ= m~êíÉáÉå=ìåÇ=t~ÜäÄ åÇåáëëÉ=ÇÉë=jáííÉJiáåâëJ=ÄòïK=jáííÉJoÉÅÜíëJpéÉâíêìãë=ÖÉëí®êâí=ïìêÇÉåK= = Bei den Kongresswahlen am 23. Oktober hat Präsident Néstor Kirchner die erhoffte politische Stärkung durch die Wähler erfahren. Knapp über 40% der Stimmen bei den Wahlen für das Abgeordnetenhaus gingen an seine"Frente para la Victoria"(FPV) und verbündete Gruppierun­gen. Für ein erfolgreiches Plebiszit- zu einem solchen hatte er den Urnengang in der Anfangs­phase des Wahlkampfes erhoben- hätte es zwar nicht ganz gereicht, aber den später als Wahlziel deklarierten"ehrenwerten Sieg" hat er mit großem Abstand gegenüber den konkurrieren­den Parteien erreicht. Die Unión Cívica Radical (UCR) wurde mit knapp 14% der Stimmen zweitstärkste Partei. Die hohe Zustimmung in der Bevölkerung ver­dankt die Regierung Kirchner überwiegend einem beeindruckenden wirtschaftlichen Auf­schwung und einer Politik der Verteidigung nationaler Interessen in Umschuldungsver­handlungen ebenso wie im MERCOSUR-Prozess oder bei der Regulierung privater Versorgungs­betriebe. Mit dem jüngsten Wahlergebnis hat Kirchner zum einen das Legitimationsdefizit bei Amtsan­tritt überwunden und ein positives Votum der Bevölkerung für seine Regierungsführung erhal­ten. Bei den Wahlen in 2003 wurde er mit nur 22% der Stimmen Staatspräsident. Ex-Präsident Carlos Menem, der im ersten Wahlgang einen kleinen Vorsprung hatte, war nicht zu der erfor­derlichen Stichwahl angetreten. Mit dem Wahlergebnis konnte Kirchner aber auch seine Machtbasis im Kongress und in der peronistischen Partei verbreitern. Dazu hat vor allem der überwältigende Wahlsieg seiner Frau, der Senatorin Cristina Fernández de Kirchner, bei den Wahlen für den Senat in der Provinz Buenos Aires beigetragen. Erbitterter Machtkampf in der peronisti­schen Partei Neben der Teilerneuerung des Kongresses ging es bei den Wahlen um die Austragung des internen Machtkampfes in der peronistischen Partei(PJ) zwischen Néstor Kirchner und dem mächtigen Parteiführer Eduardo Duhalde. Letzte­rer war nach der Krise im Jahr 2001 Übergangs­präsident und hat Kirchner bei den Wahlen 2003 1