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Das Experiment Akbayan : hat eine linksdemokratische Programmpartei auf den Philippinen eine Chance?
Entstehung
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Dezember 2006 Das Experiment Akbayan Hat eine linksdemokratische Programmpartei auf den Philippinen eine Chance? Mirko Herberg, FES Manila Auf ihrem 3. Parteitag hat sich die philippinische Akbayan Citizens Action Party als moderne politische Partei präsentiert. Nach ihrer Gründung 1998 hat sich die aus verschiedenen sozia­len Bewegungen formierte Gruppierung zu einer konsolidierten Partei mit einer Mitglied­schaft von 73.000 entwickelt. Als einzige Partei auf den Philippinen lebt Akbayan innerparteiliche Demokratie und entwi­ckelt eine politische Programmatik mit den Kernaussagen Demokratie, Menschenrechte, poli­tische und soziale Teilhabe, soziale Gerechtigkeit, Frieden sowie Gleichberechtigung von Mann und Frau in einem partizipativen Prozess. Die parlamentarische Präsenz ist mit drei Abgeordneten im Repräsentantenhaus(basierend auf 850.000 Wählerstimmen) noch begrenzt. Über kommunale Ämter sollen partizipative Po­litikmodelle auf lokaler Ebene etabliert und die Verankerung der Partei in Staat und Gesell­schaft erreicht werden. Trotz interner Konsolidierung und breiterer Resonanz in der Wählerschaft stellt das politische Umfeld die Partei vor große Herausforderungen. Ein zunehmend aggressiver Regierungsappa­rat behindert die politische Arbeit. Eine mögliche Verfassungsänderung gefährdet die Chance zur Repräsentation im Abgeordnetenhaus. Die ersten Momente der Eröffnungszeremonie des Parteitages versinnbildlichen die Stellung Akbayans im Jahre 2006 zwischen bedroh­ter Opposition und Konsolidierung. Die Video­sequenzen über die gewaltsame Vertreibung friedlichen Protestes zum 20. Jahrestag der EDSA People Power Revolution sowie die Festnahme der Abgeordneten Risa Hontive­ros-Baraquel anlässlich einer Kundgebung zum internationalen Frauentag reflektieren, wie die derzeitige philippinische Regierung mit politischen Gegnern umgeht. Parteipräsi­dent Ronald Llamas bringt es auf den Punkt: Dies sind Zeiten der Krise und der Unsicher­heit. Was jedoch sicher ist, ist der Zusammen­halt unserer Partei. Den Beweis, dass es sich bei Akbayan um eine ernst zu nehmende lan­desweite Partei handelt, liefern die Delegier­ten, die beim Aufrufen der 52 vertretenen Provinzen lautstark ihre Anwesenheit verkün­den. Fortschritte einer Programmpartei Was 1998 als Experiment einer Bündelung diverser linksorientierter Gruppierungen und sozialer Bewegungen begann, zeigt sich ge­reift. Die Bedeutung der ideologischen Blöcke, rangierend von Sozialisten, Sozialdemokraten, Populärdemokraten und Unabhängigen, ist zugunsten einer zunehmenden Identität als Partei Akbayan gemindert. Anders als noch beim letzten Parteitag vor 3 Jahren wurden die Führungspositionen der Partei in einem direkten demokratischen Prozess durch Wah­len bestimmt und nicht durch Verhandlungen und Ausbalancierung zwischen den Blöcken. Der Prozess desPartei werdens konnte und kann nur durch ein transparentes, regelbasier­tes System innerparteilicher Demokratie gelin­gen. Ein wesentlicher Beitrag und gleichzeitig ein Alleinstellungsmerkmal Akbayans auf den