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Vollbeschäftigung und Globalisierung - ein Widerspruch?
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POLICY Nr. 11 Politische Akademie Vollbeschäftigung und Globalisierung ein Widerspruch? Erwerbsarbeit bleibt eine zentrale Bedin­gung für die gleichberechtigte Teilhabe aller am gesellschaftlichen Leben. Erwerbs­arbeit sichert nicht nur Einkommen und damit die Chance auf ein selbstbestimmten Leben, sie gewährleistet auch gesellschaft­liche Anerkennung und Selbstachtung. Gibt es Alternativen zur Erwerbsarbeit, die auf anderen Wegen zum selben Ziel führen können? Oder gibt es aussichtsreiche neue Wege, die Vollbeschäftigung unter den durch Globalisierung und Wissensökono­mie veränderten Bedingungen in absehba­rer Zeit erreichbar erscheinen lassen? In allen Gesellschaften, die dem Ziel der Vollbeschäftigung nahegekommen sind, spielen Arbeitsplätze im Dienstleistungs­bereich, auch in den Berufen mit geringer Qualifikation, eine Schlüsselrolle. In skan­dinavischen Ländern sind solche Arbeits­plätze öffentlich finanziert, in den USA führen sie in der Regel zu sozial unakzep­tablen Niedrigstlöhnen. Wie soll der deut­sche Weg aussehen? Können Mindest­oder Kombilöhne bei wenig produktiven Dienstleistungsberufen der Weg aus der Arbeitslosigkeitsfalle sein?