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Vom Klassiker "Humanisierung der Arbeit" zum Zukunftsprogramm "Gute Arbeit"
Entstehung
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September 2007 direkt Analysen und Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik Vom KlassikerHumanisierung der Arbeit zum ZukunftsprogrammGute Arbeit 1 Ralph Greifenstein/ Helmut Weber 2 Auf einen Blick Die Humanisierung des Arbeits­lebens ist ein ureigenstes sozialdemo­kratisches und gewerkschaftliches Politikfeld, um Arbeit im Wandel der Wettbewerbs- und Produktionsbedin­gungen menschengerecht zu gestalten. Die Qualität der Arbeitsbedingungen ist offenkundig erneut verbesse­rungsbedürftig. Zunehmende Belas­tungsvielfalt, Arbeitsintensivierung, Arbeit ohne Ende sind heute nur einige Attribute einer Arbeitswelt mit hohem Verschleiß menschlicher Arbeitskraft. Der Anspruch, die Arbeitsbedingungen zu verbessern, steht in erneuerter Form wieder auf der Agenda einer qualitativen Modernisierungspolitik: in einem ZukunftsprogrammGute Arbeit. 3 Arbeitsgestaltung im Perspektivwechsel Humane Arbeitsgestaltung ist kein statisches Vor­haben, sondern nahm im produktionstechnischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Wandel unter­schiedliche Formwechsel an, die wissenschaftliche Beobachter wie Dieter Sauer vom ISF München wie folgt bewerten 4 : In den siebziger Jahren verfolgte das Aktions­und Forschungsprogramm zur Humanisierung der Arbeit des damaligen Forschungsministers Matthöfer das Ziel, die taylorisierten, inhumanen Arbeitsbedin­gungen zu verbessern. Zugleich erkannten auch die Arbeitgeber die Folgen einer extremen Form der Ar­beitsteilung wie steigende Arbeitsunzufriedenheit, Fluktuation, Ausschussproduktion und Qualitätsver­schlechterung. Mit diesen Einsichten war der Boden für ein Reformbündnis zwischen Staat, Arbeitgebern und Gewerkschaften bereitet. Das Ergebnis der poli­tisch initiierten Humanisierung von Arbeit und der Neuorientierung bei den Arbeitgebern war ein Um­bruch in den Produktionskonzepten und Arbeits­prozessen, der in den achtziger Jahren sogar in der Verkündung des Endes der Arbeitsteilung mündete. Die Perspektive erwies sich jedoch als zu optimis-