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Sudan ein Jahr nach dem Friedensschluss : das frühe Ende einer Partnerschaft
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Sudan ein Jahr nach dem Friedensschluss: Das frühe Ende einer Partnerschaft Manfred Öhm, FES Khartum Ein Jahr nach dem Friedensschluss zwischen Nord- und Südsudan sind entscheidende Teile des Friedensabkommens zwischen Nord- und Südsudan umgesetzt: Die nationale Übergangsverfassung und die Verfassung des Südsudan wurden verabschiedet, das Par­lament hat sich neu konstituiert und die Regierungen der Nationalen Einheit und des Südsudan wurden gebildet. In wichtigen Bereichen(Sicherheitspolitik, Ressourcenverteilung) gibt es jedoch starke Verzögerungen, zwischen den Parteien des Friedensabkommens hat ein massiver Ver­trauensverlust stattgefunden. In der Regierung der nationalen Einheit gibt es zwischen ihnen keine Partnerschaft mehr. Angesichts der politischen Entwicklungen wird das Szenario der Teilung des Sudans wahrscheinlicher. Der Darfurkrieg und Konflikte in den anderen sudanesischen Regionen gefährden den Frieden im ganzen Sudan K Am 9. Januar 2006 jährte sich der Friedens­schluss im Sudan zum ersten Mal. Entscheidende Teile des Friedensabkommens zwischen Nord- und Südsudan wurden mittler­weile umgesetzt: Die Übergangsverfassung und die Verfassung des Südsudan wurden verab­schiedet, das Parlament hat sich neu konstituiert und die Regierungen der Nationalen Einheit und des Südsudan wurden gebildet. Trotz größter politischer Schwierigkeiten, nicht zuletzt verursacht durch den Tod des Vizepräsi­denten John Garang, hat der Frieden bis jetzt gehalten. Trotzdem muss die politische Entwicklung wei­terhin mit viel Aufmerksamkeit betrachtet wer­den. In wichtigen Bereichen gibt es Verzögerun­gen bei der Umsetzung des CPA(Comprehensi­ve Peace Agreement), insbesondere in sicher­heitspolitischen Fragen. Die Macht der bisher regierenden Islamisten wurde gefestigt, die Füh­rung der pmij( pìÇ~å= mÉçéäÉÛë= iáÄÉê~íáçå= jçJ îÉãÉåí) um ihren neuen Vorsitzenden Cdr. Salva Kiir ist wegen des mangelnden Kooperationswil­lens der islamistischen k~íáçå~ä=`çåÖêÉëë= m~êíó ( k`m) in der Regierung frustriert und setzt scheinbar auf eine Spaltung des Landes. Der wieder eskalierende Darfurkrieg im Westsu­dan und die drohenden bewaffneten Konflikte im Osten und Norden des Landes stellen eine Gefahr für den gesamten Sudan dar. Gerade wegen des Darfurkrieges droht das Regime in­ternational weiter isoliert zu werden. 1.) Die Regierung der nationalen Einheit: das frühe Ende einer Partnerschaft Am 20. September wurde in Khartum die Re­gierung der nationalen Einheit benannt.= Diese neue Regierung hätte gemäß Friedensver­trag bereits bis zum 9. August 2005 gebildet werden sollen. Die Verzögerung entstand nicht nur durch den Tod des ehemaligen Rebellenfüh­rers und Vizepräsidenten John Garang, sondern auch wegen eines zähen Ringens um die Vertei­lung der Ressorts zwischen der k~íáçå~ä=`çåÖJ êÉëë= m~êíó= und der pmijI= insbesondere um die= 1