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Wahlkampffinanzierung in den USA : der Präsidentschaftswahlkampf 2008
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FOKUS AMERIKA Büro Washington Dr. Almut Wieland-Karimi 1023 15 th Street NW,# 801 Washington, DC 20005 USA Tel.:+1 202 408 5444 Fax:+1 202 408 5537 fesdc@fesdc.org www.fesdc.org Nr. 6/ 2007 Wahlkampffinanzierung in den USA Der Präsidentschaftswahlkampf 2008 Clyde Wilcox 1 Amerikanische Präsidentschaftswahlen sind im internationalen Vergleich sehr teuer. Die drei Hauptgründe sind: die lange Dauer der Wahlkämpfe, der Mangel an Partei­disziplin und der dezentrale Ablauf amerikanischer Wahlkampagnen. Während der Vorwahlen sammeln die Kandidaten Geld und geben es aus, um von den Anhängern der eigenen Partei möglichst viele Stimmen zu erhalten. Da die Par­teien sich neutral verhalten, müssen die Kandidaten ihre Wahlkampfgelder selbst beschaffen. Die Vorwahlen werden vorwiegend aus Spenden von Einzelpersonen fi­nanziert. Während des Präsidentschaftswahlkampfes konkurrieren die Kandidaten der beiden Parteien um Wahlkampfspenden. Obwohl sie dann von ihren Parteien unterstützt werden, streben die Kandidaten so weit wie möglich ihre Unabhängigkeit vom jewei­ligen Parteiapparat an, um eigene Ideen und Themen in den Wahlkampf einzubrin­gen. Verschiedene Interessengruppen unterstützen die Kandidaten beim Sammeln der Spenden. Schon jetzt im Herbst 2007 ist klar, dass die Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr die teuersten in der amerikanischen Geschichte sein werden. Hillary Clinton hat im Laufe der ersten sechs Monate im Jahr 2007 etwa 50 Millionen Dollar an Spenden für ihren Vorwahlkampf gesammelt also mehr als doppelt so viel wie ihr Mann bei seinem erfolgreichen Wahlkampf im Jahr 1992. Dabei ist zu bedenken, dass die in­tensivste Phase des Spendensammelns noch aussteht. Mit diesem beachtlichen Be­trag steht Clinton an zweiter Stelle- hinter Barack Obama- in der Jagd ums Geld. Ba-