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Demokratieförderung in Post-Konflikt-Gesellschaften : Konkordanzdemokratie als Konfliktlösungsmodell?
Entstehung
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Internationale Politikanalyse International Policy Analysis Stefan Dehnert Demokratieförderung in Post-Konflikt­Gesellschaften Konkordanzdemokratie als Konfliktlösungsmodell? Das Ende des Kalten Krieges hat der Demokratie zu einem unerwarte­ten weltweiten Erfolg verholfen, dennoch kam es gleichzeitig zum Aus­bruch zahlreicher, meist ethnopolitischer Konflikte, die zu scheiternden oder gescheiterten Staaten führten. Der als überwunden gehoffte ethnisch verfasste Nationalstaat hat nach dem Ende der Blockkonfrontation eine Renaissance erlebt. Das von der Staatengemeinschaft präferierte Modell zur Bearbeitung der Konflikte ist die Konflikttransformation durch Staatsreform. Zur Stabi­lisierung von durch innerstaatliche Gruppenkonflikte fragil gewordenen Staaten werden institutionelle Veränderungen vorgeschlagen oder verord­net. Konkordanzdemokratie kann Blockaden in segmentierten Gesellschaf­ten auflösen, die Eliten effektiv einbinden und Minderheiten als funktio­nales Element in das politische System integrieren. Konkordanzdemokratie kann am Ende des Konfliktes die Substituierung staatlicher Aufgaben durch private Akteure beenden und einer weiteren Delegitimierung des Staates vorbeugen. Gerade für junge Demokratien bietet das Modell der Konkordanzdemokratie einen Stabilitätsvorteil, sie war und ist eine Friedenschance. APRIL 2008