Friedenspolitik in der Demokratischen Republik Kongo Welche Rolle spielt Südafrika? Dr. Werner Rechmann Johannesburg Januar 2004 Die südafrikanische Außenpolitik seit 1994 Die südafrikanische Außenpolitik orientierte sich seit 1994 an zwei zentralen Zielsetzungen: Der Reintegration Südafrikas in die internationale Staatengemeinschaft sowie einer aktiven Rolle in Afrika und auf internationaler Ebene, um eine Renaissance Afrikas zu bewirken und seinem Image als„verlorenem Kontinent“ entgegenzuwirken. Nelson Mandela trug in erheblichem Masse dazu bei, dass Afrika auf der internationalen Agenda wieder beachtet wurde und sein Stellenwert bei internationalen wie nationalen Geberorganisationen stieg. Sein Nachfolger Thabo Mbeki führt diese Politik der afrikanische Renaissance konsequent fort, vor allem mit der intensiv betriebenen Initiative der„New Partnership for African Development“(NEPAD). Dafür stehen folgende Eckpunkte der afrikanischen Außenpolitik von Präsident Mbeki: Ø sich einsetzen für demokratische Entwicklungen in Afrika Ø Frieden und Sicherheit in und für die afrikanischen Staaten Ø Rechtstaatlichkeit und good governance Ø Unterstützung einer ökonomischen und sozialen Entwicklung, die zu dauerhaftem Wachstum führt und die Abhängigkeit von Geberorganisationen erheblich reduziert. Aufgrund der eigenen Erfahrung auf dem Weg zur Demokratisierung und aufgrund der politischen und ökonomischen Bedeutung Südafrikas, sieht sich die südafrikanische Regierung verpflichtet, der Marginalisierung Afrikas entgegenzuwirken und eine eigenständige Entwicklung einzuleiten. Diese afrikanische Renaissance findet ihren konkreten Niederschlag in der Agenda von NEPAD 1
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Friedenspolitik in der Demokratischen Republik Kongo : welche Rolle spielt Südafrika?
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