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Netzwerk für Vielfalt und Integration : ein Projekt der Sozialistischen Partei Europas
Entstehung
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Blickpunkt Großbritannien Büro London The Chandlery Office 609 50 Westminster Bridge Road GB London SE1 7QY Tel 00 44 20 77 21 87 45 Fax 00 44 20 77 21 87 46 www.feslondon.org.uk Juli 2008 Netzwerk für Vielfalt und Integration ein Projekt der Sozialistischen Partei Europas Mit der fortschreitenden Globalisierung wird die traditionelle Vorstellung vom Natio­nalstaat als einem in ethnischer, religiöser und kultureller Hinsicht homogenen Gebil­de immer mehr zu einem Relikt aus der Vergangenheit. Denn die Realität sieht schon längst anders aus: Diversität wird in zunehmenden Maße zum prägenden Struktur­merkmal der meisten europäischen Gesellschaften. Aus diesem Anlass berichtet Gary Titley, MdEP und Vorsitzender desDiversity and Integration Netzwerks der SPE, über Projekte und Lösungsansätze in Europa, um Minderheitengruppen den Einsteig und die Beteiligung am gesellschaftlichen und politischen Leben zu ermöglichen und auf diesem Weg zu einem Gemeinwesen zu gelangen, das sich nicht länger an ethnischen oder religiösen Maßstäben orientiert, sondern auf gemeinsam zu verwirklichenden ge­sellschaftlichen Zielen und Wertvorstellungen beruht. Gary Titley* Die Idee des Nationalstaats beruhte auf den Prinzipienein Land, ein Herrscher, ein Volk und eine Religion. Interessanterweise haben sich aber gerade die Gemeinschaf­ Gary Titley, seit 1989 Abgeordneter der Labour Party im Europäischen Parlament, führt neben seiner Mitarbeit in zahlreichen Ausschüssen die Gruppe der Labour Abgeord­neten und ist Vorsitzender desDiversity and Integration Network der SPE. Das im Jahr 2007 ins Leben gerufene Netzwerk soll Diskussion und Erfahrungsaustausch zwi­schen den Bürgern der Union und den in der SPE vertrete­nen sozialistischen und sozialdemokratischen Parteien för­dern. Thematisch beschäftigt sich das Netzwerk mit den Herausforderungen einer steigenden Diversität europäischer Gesellschaften sowie den Möglichkeiten und Problemen bei der Integration von Migranten und Minderheiten. Zu beach­ten ist hierbei, dass Muslime zwar die erste aber nicht die einzige Minderheit sind, mit der sich das Netzwerk befasst. ten, die sich streng an diese Prinzipien gehalten haben, im Allgemeinen nicht wei­terentwickelt, während Länder mit einem etwas pragmatischeren Ansatz wirtschaft­lich von den Fertigkeiten der Einwanderer, von denen viele andernorts religiös verfolgt wurden, profitierten. In der Realität sind die meisten europäischen Nationen heute das Ergebnis jahrhundertelanger Migrationsbe­wegungen. In der Vergangenheit assimilier­ten sich die meisten Einwanderer über Ge­nerationen hinweg schrittweise und sind