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"Warum wir jetzt den Euro brauchen - auch wenn das politische Risiko hoch ist"
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Blickpunkt Großbritannien Büro London November 2008 Warum wir jetzt den Euro brauchen auch wenn das politische Risiko hoch ist Die Londoner Finanzwelt muss in naher Zukunft mindestens 100 Milliarden Pfund an Krediten aufnehmen, und das zusätzlich zur Kreditaufnahme der Re­gierung, die dieselbe Summe benötigt, was durch die Krise des Pfund Sterling wesentlich erschwert wird und den Kern des Problems darstellt. Plötzlich wird eine Zugehörigkeit zur Eurozone mehr und mehr als äußerst viel versprechen­der Ausweg angesehen, auch wenn dieser politisch betrachtet sehr riskant ist. Will Hutton* Bei seiner Einführung vor etwa zehn Jahren bezeichnete ein namentlich nicht bekannter eu­roskeptischer Devisenhändler, der seine Arbeit heute mit hoher Wahrscheinlichkeit verloren haben dürfte, den Euro bekanntermaßen als Toilettenwährung. In der letzten Woche er­reichte der Euro jedoch gegenüber dem engli­schen Pfund seinen bislang höchsten Stand. Darüber hinaus war der Euro am letzten * Will Hutton ist der Leiter der britischen Work Foundation. Zudem ist er ein bekannter Autor und Publizist. Dieser Artikel erschien ur­sprünglich am 16.November 2008 in der briti­schen Zeitung The Observer. Wochenende in Washington neben dem US­Dollar die wichtigste Währung. Zwei wesentliche Voraussetzungen für eine Reservewährung sind, dass sie einfach und in großer Menge in andere Währungen umgetauscht werden kann, was sowohl auf den Euro als auch den US­Dollar sowie den weniger bedeutenden Yen zu­trifft. Beim Pfund Sterling sieht es anders aus. Zwar ist das britische Pfund konvertierbar, allerdings nehmen momentan nur die Verkäufer ihre Rechte wahr. Vor drei Monaten noch war ein Pfund mehr wert als zwei US-Dollar. Am Freitag Friedrich-Ebert-Stiftung London Office The Chandlery(609) 50 Westminster Bridge Road London SE1 7QY, UK Phone+44(0)20 7721 8745 Fax+44(0)20 7721 8746 e-mail website feslondon@feslondon.org.uk www.feslondon.org.uk