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Auf dem Weg zu einer Landwirtschaft ohne Subventionen?
Entstehung
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Dezember 2008 direkt Analysen und Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik Auf dem Weg zu einer Landwirtschaft ohne Subventionen? 1 Markus Caspers 2 Auf einen Blick Kaum ein Politikfeld erscheint den Bürgerinnen und Bürgern so undurchsichtig und komplex wie die Agrarpolitik der Euro­päischen Union(EU). Der Agrarsektor ist nach wie vor einer der am stärksten durch Subven­tionen geförderten Wirtschaftszweige. 3 Wer aber wann wie viel staatliche Unterstützung erhält, unterliegt einem komplizierten Regel­werk. Ist die hohe Subventionierung der Landwirtschaft quasi einNaturgesetz oder ist auch eine Landwirtschaft vorstellbar, die sich wie andere Produktionen am Markt orientieren muss und mit wenig oder gar ohne staatliche Hilfen auskommt? Gibt es Beispiele in anderen Ländern oder Regionen an denen man sich orientieren kann? Wie geht es weiter mit der Agrarpolitik in Europa? Die Geschichte der Agrarpolitik der Europäischen Union Um auf die provokante Fragestellung eingehen zu können, lohnt ein kurzer Blick auf die Entwicklung der europäischen Agrarpolitik. Mit den Römischen Verträgen im März 1957 wollten die sechs Gründer­staaten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWS) der Landwirtschaft nach dem Zweiten Welt­krieg zu neuer Eigenständigkeit verhelfen. Insbeson­dere in Deutschland bestand eine hohe Abhängig­keit von Nahrungsmittelimporten. Eine rationelle Produktion, Versorgungssicherheit für die Bevölke­rung aber auch die Einkommenssicherung der in der Landwirtschaft tätigen Personen waren die Haupt­ziele. Diese Gemeinsame Agrarpolitik(GAP) war wegen der großen nationalen Unterschiede von Beginn an durch staatliche Ausgleichsmaßnahmen und Hilfen geprägt. Es war eine bewusste Entscheidung, der Landwirtschaft durch Abnahme- und Garantiepreis­regelungen eine Sonderrolle gegenüber der sonsti­gen Marktwirtschaft zuzuweisen. Wegen der äußerst protektionistischen und den Markt regulierenden Politik kam es zu immer größeren Problemen. Die Ausgaben des EU-Haushalts für die Agrarpolitik er­höhten sich stetig. In Folge des weit verzweigten