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"Islamischer Antisemitismus" und "Islamophobie" : zwei unterschiedliche Begriffe - ein Phänomen der Diskriminierung?
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POLICY Nr. 27 Politische Akademie Islamischer Antisemitismus undIslamophobie Zwei unterschiedliche Begriffe ein Phänomen der Diskriminierung? Antisemitische Stereotype, Vorurteile und Verschwörungstheorien über Juden sind in der westlichen Welt weit verbreitet. Seit einigen Jahren wird unter dem Stichwort neuer Antisemitismus ein Wandel in Inhalten und Formen des Antisemitismus weltweit diskutiert. In diesem Zusammen­hang und aufgeschreckt durch eine Welle antisemitischerVorfälle in verschiedenen europäischen Staaten seit 2002, an denen in auffälliger Weise Menschen muslimi­scher Religionszugehörigkeit beteiligt wa­ren, richtete sich das Interesse auf einen islamischen Antisemitismus. Der neue Diskurs überislamischen Antisemitismus wurde gleichwohl in der islamischen Welt und bei muslimischen Organisationen in Europa häufig als Angriff aufden Islam missdeutet. Zur Entschärfung und Abwehr dieses alsdiskriminierend empfundenen Diskurses wurde dagegen der seit 1997 (vom britischenRunnymede Trust gepräg­te) in der politischen Öffentlichkeit und wissenschaftlichen Debatte popularisier­te Begriff derIslamophobie in Stellung gebracht. Es sollte gezeigt werden, dass Islamophobie als Syndrom negativer Ein­stellungen und feindseliger Handlungen gegen Muslime mindestens auf der glei­chen Ebene angesiedelt sei wie Antisemi­tismus. Die Tagung der FES, die in Auszügen in diesem PolicyPaper dokumentiert wird, widmet sich Herkunft, Inhalten und For­men einesislamischen Antisemitismus und fragt, ob es gerechtfertigt ist, diesen mitIslamophobie gleichzusetzen.