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Lateinamerikanische Gewerkschaften im Aufwind : neue Chancen für eine globale Partnerschaft?
Entstehung
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j®êò=OMMV= Lateinamerikanische Gewerkschaften im Aufwind: neue Chancen für eine globale Partnerschaft? Katharina Meier, Uruguay und Dr. Achim Wachendorfer, Argentinien Mit der Gründung der CSA im März 2008 haben sich 65 Gewerkschaftsdachverbände des gesamten amerikanischen Kontinents, die insgesamt ca. 24 Millionen Mitglieder vertreten, zu einer neuen Regionalorganisation des Internationalen Gewerkschafts­bunds zusammengeschlossen. Die CSA ist aus einem Zusammenschluss der in der Vergangenheit zum Teil konkurrierenden Regionalorganisationen ORIT und CLAT sowie einiger bislang unabhängiger Dachverbände hervorgegangen. Die CSA tritt mit dem Anspruch auf, auf regionaler und internationaler Ebene Akzente zu setzen, was Ausdruck des wachsenden Selbstbewusstseins der lateinamerikanischen Gewerkschaften auf internationaler Ebene ist. CSA-intern haben sich in den zentralen personellen und programmatischen Fragen bislang die politisch progressiv ausgerich­teten Kräfte der lateinamerikanischen Gewerkschaftsbewegung durchsetzen können. Im Hinblick auf die Sicherung der Handlungsfähigkeit der CSA ist es entscheidend, dass es der aktuellen CSA-Führung gelingt, weitere verbandsinterne Reformen durch­zusetzen, ohne dabei die mühsam errungene gewerkschaftliche Einheit auf regionaler Ebene zu gefährden. Der Erfolg der CSA-Führung wird sich auch daran messen, ob es ihr gelingt, die Chancen zu nutzen, die die aktuelle politische Konjunktur in Südame­rika und den USA bietet. Bereits wenige Monate nach der Gründung der Confederación Sindical de Trabajado­res/as de las Américas(CSA) Ende März in Panama wird deutlich, dass der ameri­kanische Regionalverband des Internatio­nalen Gewerkschaftsbunds(IGB) derjenige ist, der neben den Europäern am deut­lichsten mit einem eigenständigen Profil auftritt und bestrebt ist, innerhalb der internationalen Gewerkschaftsbewegung Akzente zu setzen. Die Impulse gehen da­bei in erster Linie von den südamerikani­schen Gewerkschaften aus. Bei der Grün­dung des IGB im November 2006 hatten die lateinamerikanischen Gewerkschaften hingegen nur eine marginale Rolle ge­spielt. Wie ist der wachsende Protagonis­mus der lateinamerikanischen Gewerk­schaftsbewegung auf internationaler Ebene zu erklären? 1