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Globaler Emmissionshandel : Lösung für die Herausforderungen des Klimawandels?
Entstehung
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Internationale Politikanalyse International Policy Analysis Konstantin Bärwaldt, Berthold Leimbach, Friedemann Müller Globaler Emissionshandel Lösung für die Herausforderungen des Klimawandels? Die ökonomische Ursache des Klimawandels ist ein strukturelles Markt­versagen. Seine Bekämpfung erfordert im Kern einen Umbau der auf fossilen Rohstoffen basierenden Energieversorgung und industriellen Pro­duktion hin zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaftsweise. Die hierzu erfor­derlichen enormen Investitionen bieten gerade in Krisenzeiten die Mög­lichkeit, gegen die weltweite Rezession anzugehen. Ein globaler Emissionshandel kann das Marktversagen begrenzen und sowohl eine sukzessive Reduktion der Emissionen gewährleisten als auch gleichzeitig umfangreiche Investitionsmittel für ein Umsteuern der Welt­wirtschaft und eine Milderung der zu erwartenden Klimaschäden bereit­stellen. Der Klimawandel ist nur zu begrenzen, wenn alle wichtigen Verur­sacherstaaten, insbesondere die Schwellenländer, in seine Bekämpfung einbezogen werden. Gelingen wird dies nur, wenn sie dafür hinreichende finanzielle Anreize erhalten und ihnen prinzipiell die gleichen Pro-Kopf­Emissionsrechte zugestanden werden. Dies impliziert einen durch den Emissionshandel alimentierten umfang­reichen Ressourcentransfer von den Industrie- zu den Schwellen- und Ent­wicklungsländern, der allerdings um ein Vielfaches geringer ausfallen würde als die durch Nichthandeln zu erwartenden zukünftigen Kosten des fortschreitenden Klimawandels. Der Ressourcentransfer wäre auch bei wei­tem geringer als die durch die Abhängigkeit von fossiler Energie bewirkten gigantischen Finanzströme in die Öl und Gas produzierenden Länder. APRIL 2009