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"The Arctic is ours" : Kanadas Arktispolitik zwischen Souveränität und Klimawandel
Entstehung
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FOKUS KANADA Almut Wieland-Karimi 1023 15 th Street NW,# 801 Washington, DC 20005 USA Tel.:+1 202 408 5444 Fax:+1 202 408 5537 fesdc@fesdc.org www.fesdc.org Nr. 2/ 2009 The Arctic Is Ours: Kan adas Arktispolitik zwischen Souveränität und Klimawandel Petra Dolata-Kreutzkamp 1 Arktispolitik ist kein neues Politikfeld in Kanada, allerdings ist ein vermehrtes öffentliches und inter­nationales Interesse an der Arktis erst in den letzten Jahren zu beobachten. Kanadische Arktispolitik befindet sich im Spannungsfeld zwischen innenpolitischer Regional-, Sozial­und Umweltpolitik auf der einen und Außenpolitik auf der anderen Seite. Nationale wie internationale Entwicklungen beeinflussen gleichermaßen kanadische Arktispolitik. Die aktuelle kanadische Arktispolitik steht unter dem Mottoarktische Souveränität und stellt eine juristische, militärische und sicherheitspolitische Lesart der Veränderungen und Herausforderungen in den Vordergrund. Dieser Diskurs ist zum einen historisch gewachsen und Identität stiftend, zum ande­ren richtet er sich vor allem an die Adresse des bedeutendsten Sicherheitsverbündeten und wichtigsten Wirtschaftspartner: die USA . Ottawas aktuelle Arktispolitik geht auf Kosten nicht-staatlicher Akteure. Sie stärkt die Position des Staates, der die exklusive Gestaltungshoheit im Bereich der Arktispolitik für sich beansprucht. Die kanadische Regierung betont die kooperativen Momente ihrer aktuellen Arktispolitik. Als Beweis wird auf die gute Zusammenarbeit mit den anderen Arktisanrainerstaaten hingewiesen. Außerdem un­terstützt Ottawa die bestehenden internationalen und zirkumpolaren Institutionen. Gleichzeitig ver­wahrt sich die Regierung gegen europäische Forderungen nach einem umfassenden internationalen Arktisvertrag. Internationale Entwicklungen: Die Arktis wird (wieder)entdeckt Der Klimawandel hat die kanadische Arktis ver­ändert, er hat sie vor allem zugänglicher ge­macht. Studien sagen beträchtliche Temperatur­anstiege und eine eisfreie Arktis in den nächsten Jahrzehnten voraus. Eine befahrbare Nordwest­passage könnte die Schiffstrecke von Europa nach Asien im Vergleich zur Route durch den Panamakanal um etwa 30-40 Prozent verkürzen. Staaten wie China, Japan und Südkorea haben deshalb bereits mit ehrgeizigen Programmen zum Bau von Eisbrechern, arktistauglichen Con­tainerschiffen und Tankern begonnen. Außerdem werden in der Arktis riesige Rohstoffvorkommen