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Länderanalyse Norwegen : Dank Öl und Gas robust durch die internationale Krise
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Internationale Politikanalyse International Policy Analysis Robin M. Allers Länderanalyse Norwegen: Dank Öl und Gas robust durch die internationale Krise Die internationale Finanzkrise macht auch vor Norwegen nicht halt. Aufgrund enormer Einkünfte aus Öl- und Gasvorkommen kann das Land aber bei der Konjunkturbelebung aus dem Vollen schöpfen. Norwegens Stellung als eines der reichsten Länder der Welt mit höchster Lebensqua­lität ist vorerst nicht gefährdet. Trotz hoher Geburtenraten und fortschritt­licher Gleichberechtigungspolitik muss sich auch der norwegische Wohl­fahrtsstaat besser für die Herausforderungen des demographischen Wan­dels wappnen und auf unvorhersehbare Folgen globaler Krisen vorbereiten. Der derzeitige Anstieg der Arbeitslosigkeit stellt die größte Heraufor­derung für die Regierung dar. Gleichzeitig liegen die norwegischen Werte nach wie vor weit unter dem europäischen Durchschnitt. Im Zeichen der Finanz- und Wirtschaftskrise werden moderate Lohnabschlüsse erwartet. Zu den wichtigsten innenpolitischen Themen, die auch die Wahlen am 14. September 2009 beeinflussen werden, gehören die Steuerpolitik und die Verwaltung der Einkünfte aus den Öl- und Gasvorkommen. Auch die Einwanderungs- und Integrationspolitik bestimmen die Debatte zwischen den beiden stärksten politischen Kräften, der sozialdemokratischen Arbei­terpartei und der rechts-liberalen Fortschrittspartei. Ein Wechsel von der derzeitigen Regierungskoalition geführt von der Arbeiterpartei zu einer Regierung unter Leitung der Fortschrittspartei würde einen Kurswechsel in der Wirtschafts-, Einwanderungs- und Entwicklungshilfepolitik mit sich bringen. Dieser würde jedoch durch die Koalitionspartner aus der politi­schen Mitte gebremst werden. SEPTEMBER 2009