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Pakistan: Rückschlag für die Taliban?
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September 2009 Pakistan: Rückschlag für die Taliban? Henning Effner, FES Islamabad Baitullah Mehsud, der Anführer der pakistanischen Talibanorganisation qÉÜêáâJÉJq~äáÄ~å=m~J âáëí~å= EqqmF, wurde Anfang August bei einem US-Drohnenangriff in den pakistanischen Stammesgebieten getötet. Er wurde für zahlreiche Bombenanschläge in den vergangenen Jahren verantwortlich gemacht und soll hinter der Ermordung der ehemaligen Premierminis­terin Benazir Bhutto im Dezember 2007 gesteckt haben. Nach internen Machtkämpfen haben die Taliban Hakimullah Mehsud zum neuen Chef der qÉÜêáâJÉJq~äáÄ~å=m~âáëí~å=EqqmF ernannt. Der erst 28jährige war zuvor der Stellvertreter Baitul­lahs gewesen und gilt als äußerst skrupellos. Er wird sich als neuer Anführer erst noch be­weisen müssen. Der Tod Baitullah Mehsuds ist bereits der zweite Rückschlag für die Taliban innerhalb weni­ger Monate. Im Juni hatte das Militär den Vormarsch der Taliban im Swat-Tal gestoppt. Die Militäroffensive hatte den größten Flüchtlingsstrom seit der Unabhängigkeit Pakistans ausge­löst. Mittlerweile sind zwar die meisten der mehr als zwei Millionen Flüchtlinge zurückge­kehrt, die Lage in Swat bleibt jedoch angespannt. Der Tod Baitullah Mehsuds und die Differenzen zwischen den verschiedenen Taliban­Gruppen eröffnen die Möglichkeit, den Druck auf die Extremisten weiter zu erhöhen. Die US-Regierung will das pakistanische Militär daher dazu bewegen, nach dem Vorstoß in Swat nun auch in den Stammesgebieten eine großangelegte Offensive mit dem massiven Einsatz von Bodentruppen zu starten. Ob das pakistanische Militär dazu bereit ist, ist jedoch fraglich. Ein wirklich entschlossenes Durchgreifen des Militärs gegen die Taliban würde einen Wandel der Sicherheitsdoktrin voraussetzen, der nicht die äußere Bedrohung durch Indien, sondern die innere Bedrohung durch die Extremisten in den Mittelpunkt rückt. Pakistanische Taliban bestätigen den Tod Baitullah Mehsuds Fast drei Wochen lang hatten die Taliban den Tod ihres Anführers dementiert. Nun haben sie zugegeben, dass Baitullah Mehsud Anfang August bei einem Raketenbeschuss durch eine US-Drohne getötet wurde. Vertreter der ameri­kanischen und der pakistanischen Regierung hatten bereits zuvor übereinstimmend erklärt, dass Mehsud den Drohnenangriff höchstwahr­scheinlich nicht überlebt habe. Baitullah Meh­sud galt als Pakistans Staatsfeind Nummer eins. Er soll für Dutzende von Bombenanschlägen und Selbstmordattentaten in den vergangenen Jahren verantwortlich gewesen sein und auch hinter der Ermordung der ehemaligen Pre­mierministerin Benazir Bhutto im Dezember 2007 gesteckt haben. Die US-Regierung hatte auf seine Ergreifung ein Kopfgeld in Höhe von fünf Millionen Dollar ausgesetzt. Baitullah Mehsud gehörte dem in Südwazi­ristan beheimateten paschtunischen Stamm der Mehsud an. In den vergangenen Jahren hatte er seinen Einfluss von Südwaziristan aus auf weite Teile der pakistanischen Stammes­gebiete ausgedehnt. Unter seiner Führung hatten sich Ende 2007 etwa ein Dutzend mili­tanter islamistischer Gruppen zusammenge­schlossen und die Dachorganisation qÉÜêáâJÉJ q~äáÄ~å= m~âáëí~å(Pakistanische Talibanbewe­gung) gegründet. Baitullah Mehsud soll enge