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Politische Kommunikation, die ankommt : eine neuro-linguistische Analyse des EU-Wahlkampfes
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Internationale Politikanalyse International Policy Analysis Elisabeth Wehling Politische Kommunikation, die ankommt Eine neuro-linguistische Analyse des EU-Wahlkampfes Die Beteiligung an der Europawahl 2009 bezeichnet ein dramatisches Tief. Als großer Verlierer gilt die SPD, die zu wenige Wähler mobilisieren konnte. Ein bisher wenig beachteter Faktor der sozialdemokratischen Wahl­niederlage war die Sprache, mit der die politischen Vorstellungen der SPD für Europa vermittelt wurden oder eben nicht vermittelt wurden. Politische Sprache und politisches Denken sind untrennbar. Keine Be­ziehung zwischen Parteien und Wählern ist intimer, gewichtiger und birgt mehr Chance auf politische Ermächtigung durch Mehrheitsbildung inner­halb einer Demokratie als diejenige, die von Gehirn zu Gehirn über Sprache hergestellt wird. Besteht nicht genügend Klarheit über Ideen, so findet sich schwer die richtige Sprache im Wahlkampf und darüber hin­aus. Dieser Artikel soll anhand einiger Sprachbeispiele aus den EU­Kampagnen verdeutlichen, wie Gehirn und Sprache zusammenhängen, aufgrund welcher kognitiven Vorgänge eine bestimmte Wahlkampfspra­che funktioniert und eine andere nicht, und was es zu beachten gilt, will man als Partei langfristig und einheitlich seine politischen Vorhaben auf eine Weise kommunizieren, die beim potentiellen Wähler auch»gedank­lich ankommt«. OKTOBER 2009