Konferenzband 
In Netzen gefangen?! : Jugendliche in virtuellen Communities ; Ergebnisse einer Konferenz am 16. September 2009 in Berlin
Entstehung
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Forum Jugendpolitik In Netzen gefangen?! Jugendliche in virtuellen communities Ergebnisse einer Konferenz am 16. September 2009 in Berlin Uwe Ziegler Wir befinden uns mittendrin: im Zeitalter der virtuellen Kommunikation. Mehr als zwei Drittel der 12- bis 24-Jährigen, so zeigen ­Untersuchungen, sind mehrmals in der ­Woche in Sozialen Netzwerken(social communities) im Internet aktiv. Für die Jüngeren, die ­anders als die Älteren in die neuen Medien nicht ­mühsam hinein-, ­sondern ganz ­selbstverständlich mit ­ihnen aufwachsen, sind die virtuellen ­Netzwerke ein ­zentraler ­Aktions- und Kommunikations­raum und damit ein wichtiger Teil ihrer Alltags­realität. Virtuelle Welten: Web 2.0 als Social Web Web 2.0 ist eine gängige Chiffre für eine neue Dimension und eine neue Ära der Inter­netnutzung. Beschrieben wird mit dieser ­Chiffre die Tatsache, dass das Internet kein Ort mehr ist, an dem der Großteil der Teilnehmer/innen Inhalte und Dienste nur passiv nutzt, sondern auch immer mehr Inhalte selber generiert(user generated content). Das Web 2.0 wird häufig alsMitmach-Netz bezeichnet, dieser Begriff verweist auf die ­ursprüngliche(inzwischen teilweise in Frage ge­stellte) Sozialutopie eines egalitären Mediums, dessen Inhalte nicht von einer kleinen Elite, sondern von der Internetgemeinschaft selber erstellt werden. Am Beispiel des Vergleichs der traditionellen Encyclopedia Britannica(oder des Brockhaus) und des Onlinelexikons Wikipedia lässt sich der partizipatorische Grundansatz des Web 2.0 sehr plastisch kennzeichnen: dort die verantwortliche Redaktion, die Inhalte hierar­chisch von oben nach unten erstellt, und hier, bei Wikipedia, die vielen Angebote der vielen Mitmacher/innen. Im Web 2.0 verschwimmen die Grenzen zwischen Anbietern und Nutzern. Gleichzeitig wird das Internet immer mehr zum Ort der Interaktion und Vernetzung diese Tendenz ist mit dem BegriffSocial Web um­schrieben. Die Zahl jugendnaher Plattformen im Netz ist groß und täglich kommen neue hinzu. Neben den Marktführern wie Facebook, ­MySpace, SchülerVZ oder StudiVZ entfaltet sich 1