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Mit Netz und Doppelstrategie : Perspektiven internationaler Gewerkschaftsarbeit
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PERSPEKTIVE Mit Netz und Doppelstrategie Perspektiven internationaler Gewerkschaftsarbeit SARAH GANTER, HORST MUND& MANFRED WANNÖFFEL April 2010 n Die soziale Ungleichheit verschärft sich global und lässt sich nicht mehr einfach an der Zugehörigkeit zu unterschiedlich entwickelten Nationalstaaten festmachen. n Eine zentrale Herausforderung internationaler Gewerkschaftsarbeit besteht darin, Arbeitnehmerinteressen in zunehmend mehrdimensionalen, transnationalen Sozial­räumen und den daraus entstehenden komplexen Interessenkonstellationen effektiv zu vertreten. n In der globalen Beschäftigungskrise bedarf es einer gewerkschaftlichen Doppelstrate­gie in der einerseits die betriebliche Ebene in der internationalen Kooperation gestärkt wird und gleichzeitig überbetrieblich die internationale Gewerkschaftsbewegung eine aktive Gestaltungsrolle in der Formulierung eines neuen Gesellschaftsentwurfs auf der Grundlage globaler Arbeits- und Beschäftigungsstandards einnimmt. n Gewerkschaften können nur dann auf internationalem Parkett nachhaltig Einfluss nehmen, wenn sie über eine starke Verankerung in den Betrieben und Rückhalt bei den Beschäftigten verfügen, um langfristige politische Forderungen nach einem globalen, sozialen Interessenausgleich im Einklang mit den kurzfristigeren existen­ziellen Bedürfnissen der Arbeitnehmer zu bringen.