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Die G-20: auf dem Weg zu einer "Weltwirtschaftsregierung"? : auf dem Weg zu einer "Weltwirtschaftsregierung"?
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INTERNATIONALE POLITIKANALYSE Die G-20: Auf dem Weg zu einer »Weltwirtschaftsregierung«? CHRISTOPH POHLMANN, STEPHAN REICHERT, HUBERT RENÉ SCHILLINGER(Hrsg.) Juni 2010 n Im Herbst 2008 stand das Weltwirtschaftssystem am Abgrund. Die internationale Gemeinschaft war mit der größten Finanz- und Wirtschaftskrise seit der Großen Depression der 1930er Jahre konfrontiert. Auf die erste globale Finanz- und Wirt­schaftskrise des 21. Jahrhunderts haben die führenden Industrie- und Schwellenländer im Rahmen der neu formierten»Gruppe der 20«(G-20) mit einer Serie von Weltwirt­schaftsgipfeln reagiert, auf denen zur Rettung der Weltwirtschaft u.a. konjunkturelle Stützungsmaßnahmen in bisher ungekanntem Ausmaß verabredet wurden. Was als Ad-hoc-Gipfel zum Krisenmanagement begonnen hatte, scheint sich inzwischen als feste Einrichtung etabliert zu haben. Die G-20 ist dabei die G-8 als wichtigstes welt­wirtschaftliches Koordinationsforum zu verdrängen. n Doch kann die G-20 die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen und in die Rolle einer »Weltwirtschaftsregierung« hineinwachsen? Die beiden renommierten Politökono­men Andrew F. Cooper und Eric Helleiner gehen dieser Frage in ihrem Policy Paper im ersten Teil dieser Publikation nach und erarbeiten konkrete Politikempfehlungen zur Weiterentwicklung der G-20. Der zweite Teil der Publikation besteht aus kurzen Länder- Fact Sheets, in denen die Rolle der G-20 aus Sicht der G-20-Mitgliedsstaaten analysiert werden. n Hauptthese der Publikation ist, dass die G-20 ihr Mandat über das weltwirtschaftliche Krisenmanagement hinaus erweitern muss, wenn sie sich dauerhaft als relevantes global governance-Gremium etablieren will. Die Friedrich-Ebert-Stiftung möchte mit dieser Publikation einen Beitrag leisten zur Debatte über die Zukunft der G-20 im Vorfeld des G-20-Gipfels Ende Juni 2010 im kanadischen Toronto.