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Bi oder Multi? : Deutsche Interessen und entwicklungspolitische Strategien
Entstehung
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PERSPEKTIVE Bi oder Multi? Deutsche Interessen und entwicklungspolitische Strategien Thomas Fues September 2010 n Mit der Koalitionsvereinbarung der neuen Bundesregierung, die eine deutliche Prä­ferenz für die bilaterale Entwicklungspolitik zum Ausdruck bringt, hat die Diskus­sion über bi- und multilaterale Ansätze in der Entwicklungspolitik wieder an Fahrt gewonnen. Dabei sollte es nicht darum gehen, die beiden Ansätze gegeneinander auszuspielen, sondern ihre Vorteile wirkungsvoll miteinander zu kombinieren. n Das Für und Wider multilateraler Entwicklungspolitik im Vergleich zu bilateralen Vorhaben lässt sich kaum pauschal behandeln, da die Wirkungen durch vielfältige Faktoren auf Geber- und Empfängerseite sowie durch internationale Rahmenbedin­gungen beeinflusst werden. Thomas Fues diskutiert in der vorliegenden Perspektive die beiden Ansätze unter anderem mit Blick auf Sichtbarkeit, Wirksamkeit, Einfluss­nahme, Partnerschaft und die Umbrüche im globalen System. n Die derzeit praktizierte Quotenregel kann den komplexen deutschen Interessen in einer globalisierten Welt nicht gerecht werden. Wie hoch der multilaterale Anteil künftig sein sollte, kann nur politisch anhand des aktuellen Handlungsbedarfs bei der dynamischen Ausgestaltung der deutschen und europäischen Außenbeziehun­gen entschieden werden. Voraussetzung hierfür ist eine ressortübergreifende multi­laterale Strategie, die kohärente Programme für die internationale Zusammenarbeit definiert.