INTERNATIONALE POLITIKANALYSE Die US-amerikanischen Demokraten am Scheideweg MATT BROWNE/ JOHN HALPIN/ RUY TEIXEIRA Oktober 2010 Die US-amerikanischen Demokraten stehen an einem Scheideweg. Im Jahr 2006 gewannen sie die Mehrheit im US-Kongress. Aufbauend auf diesen Erfolg sicherten sie sich im Wahljahr 2008 mit großer Mehrheit das Repräsentantenhaus, den Senat und gewannen die US-Präsidentschaftswahlen. Zwei Jahre später sind diese Mehrheiten und damit auch Präsident Obamas Reformagenda bedroht. Die Wahlsiege 2006 und 2008 basierten auf:(1) wachsender politischer Desillusionierung sowie der Präsidentschaft von George W. Bush,(2) wachsender Unterstützung in der Wählerschaft für eine stärkere Rolle der Regierung als Hüterin der Finanzwirtschaft und (3) günstige demographische Entwicklungen des Wählerklientel zugunsten der Demokratischen Partei und ihres Kandidaten. Die Demokraten in den USA stehen vor neuen Herausforderungen. Die erste Aufgabe besteht darin, Werte und Visionen sowie Handlungsschritte, die der Krise entgegenwirken, zu vermitteln. Die zweite beinhaltet die anhaltende Mobilisierung und Einbeziehung der Wählerschaft in politische Prozesse.
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