INTERNATIONALE POLITIKANALYSE Kurskorrekturen auf dem Weg nach Cancún Die Europäische Union in der internationalen Klimapolitik SEVERIN FISCHER/ JO LEINEN November 2010 Die Weltklimakonferenz von Kopenhagen endete im Dezember 2009 mit einer unverbindlichen Absichtserklärung. Der»Kopenhagen Akkord« entsprach nicht den im Vorfeld formulierten Zielsetzungen der EU. Im Jahr 2010 setzte sich die gegenseitige Blockade in den internationalen Klimaverhandlungen zwischen Industrieländern auf der einen und Entwicklungs- und Schwellenländern auf der anderen Seite fort. Wichtige Fragen der Klimaschutzverhandlungen bleiben weiter ungelöst. Die EU konnte ihrer Rolle als Agenda-Setter nicht gerecht werden und hat sich mit ihren Vorstellungen zum Klimaschutz bislang nicht durchgesetzt. Zur Folgekonferenz im mexikanischen Cancún Ende 2010 wird sich die EU nun mit einer veränderten Strategie und angepassten Zielsetzungen auf themenspezifische Teilerfolge konzentrieren. Während die Hoffnung auf ein rechtsverbindliches Klimaschutzabkommen insgesamt gering bleibt, können die zahlreichen, abseits der offiziellen Verhandlungen gestarteten bi- und multilateralen Projekte als Katalysatoren für den Klimaschutz wirken. Hierbei könnte der EU eine neue Rolle als treibende Kraft zufallen.
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Kurskorrekturen auf dem Weg nach Cancún : die Europäische Union in der internationalen Klimapolitik
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