INTERNATIONALE POLITIKANALYSE Das schwedische System der Künstlervergütung Ein Modell für andere Länder? CLEMENS BOMSDORF November 2010 n Trotz ihrer in der Regel überdurchschnittlich langen Ausbildung haben bildende Künstler ein vergleichsweise niedriges Einkommen. Das liegt unter anderem daran, dass Museen und andere Institutionen ihre Verhandlungsmacht nutzen, um die Kosten für das Ausstellen von Werken und die Mitarbeit von Künstlern möglichst gering zu halten. n Künstler, die in Museen ausstellen, werden dafür häufig nur geringfügig und unsystematisch entlohnt. n Unter sozialdemokratischer Regierung wurde in Schweden der Anstoß dazu gegeben, für staatliche Institutionen klare und verbindliche Regelungen aufzustellen, wie diese bildende Künstler bezahlen müssen. Diese Regeln wurden zwischen den Organisationen der Künstler und dem Kulturrat ausgehandelt und traten mit Beginn des Jahres 2009 in Kraft. n Die vorliegende Studie stellt die Übereinkunft und ihre Vorgeschichte vor, analysiert ihre Auswirkungen und mögliche Lehren für andere Länder. Sie kommt zu dem Schluss, dass die Übereinkunft einen Prozess in Gang gesetzt hat, der die Situation der Künstler verbessern kann. Notwendig sind dafür weitere Folgeeffekte. Das schwedische Model ist – an einigen Stellen verbessert – eine gute Basis für Lösungsansätze in anderen Ländern.
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Das schwedische System der Künstlervergütung : ein Modell für andere Länder?
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