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Staatsgläubigerpanik ist keine Eurokrise!
Entstehung
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Februar 2011 Analysen und Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik direkt Staatsgläubigerpanik ist keine Eurokrise! Michael Dauderstädt 1 Politik und Medien dramatisieren seit dem Frühjahr 2010 die Situation in der Eurozone alsEurokrise. Angeblichbelagerten die Märkte den Euro, dessen Stabilität in Gefahr sei, und die Politik fühlt sich aufgerufen, den Euro zu retten. Doch das eigentliche Problem sind die wachsenden Ängste vieler Inves­toren(nicht aber Chinas) gegenüber der Staatsver­schuldung von zwei, maximal vier Euroländern und deren daraus resultierende Finanzierungsprobleme. Die schiefe Rhetorik derEurokrise mag mediale Aufmerksamkeit und politische Unterstützung mo­bilisieren; aber sie geht meilenweit an der Realität vorbei. Auf einen Blick Es gibt keine Eurokrise, sondern nur ein Versagen der Finanzmärkte angesichts hoher Schulden einiger Staatshaushalte in der Eurozone. Die Außenhandelsungleich­gewichte innerhalb der Eurozone hängen mit der Staatsschuldenproblematik nur wenig und indirekt zusammen. Ein Zer­brechen der Währungsunion oder Austritte aus ihr sind weder absehbar noch eine sinn­volle Lösung der Schuldenprobleme. Die europäische Integration erfordert vielmehr eine politische Transferunion, also ein langfristiges Stabilitätsengagement aller Eurostaaten und der EZB, um die Gläubiger zur Vernunft zu bringen. Der Euro ist nicht in Gefahr. Was könnte Instabilität des Euro bedeuten? Einmal könnte sein Außenwert sinken, weil viele Vermö­gensbesitzer aus dem Euro fliehen, um ihr Vermögen in anderen, vermeintlich sichereren Währungen zu halten. Tatsächlich hat sich der Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar seit der Krise nur we­nig verändert. Er schwankt um 1,30 USD/, womit er immer noch viel stärker ist als etwa Anfang des Jahrzehnts. Auch seine Kaufkraft im Inneren der Währungsunion zerrinnt nicht durch eine starke Inflation. Könnte demnächst eine Eurokrise drohen, weil sich die Staatshaushalte weiter verschulden oder die Europäische Zentralbank(EZB) eine zu lockere Geld­politik betreibt? Was den Außenwert betrifft, so