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Baraks Parteiaustritt : Sargnagel für die Awoda oder letzte Chance für einen politischen Neubeginn?
Entstehung
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PERSPEKTIVE | FES ISRAEL Baraks Parteiaustritt ­Sargnagel für die Awoda oder letzte Chance für einen politischen Neubeginn? DR. RALF HEXEL Januar 2011 Ehud Barak verlässt die Arbeitspartei und gründet mit vier weiteren Awoda-Abgeordneten eine eigene Fraktion und Partei. Für die Arbeitspartei eröffnet sich damit die Chance, den eigenen Niedergang zu stoppen und einen politischen Neubeginn zu starten. Barak hinterlässt eine verheerende politische Bilanz. Er führte die Partei an den Rand der politischen Bedeutungslosigkeit und scheiterte mit seinem erklärten Vorhaben, Fortschrit­te im Friedensprozess mit den Palästinensern zu erreichen. Die Arbeitspartei steht vor der Herausforderung, interne Machtkämpfe zu überwinden, einen neuen Vorsitzenden zu wählen und eine politische Alternative zur derzeit dominie­renden Rechten und auch zur Zentrumspartei Kadima zu formulieren. Ob der politische Neubeginn gelingt, ist offen. Die Führungsdebatten seit Baraks Austritt und die Ernennung eines pensionierten Parteiveteranen zum Interim-Vorsitzenden sind kein Signal eines politischen Aufbruchs.