PERSPEKTIVE| FES JEMEN Jemen: Die Luft wird dünner für Präsident Saleh TIM O. PETSCHULAT März 2011 n Präsident Ali Abdullah Saleh regierte schon in Sana’a, als im Kreml noch Leonid Breschnew herrschte. 1978 übernahm Saleh die Macht im Nordjemen, seit 1990 amtiert er als erster und bisher einziger Präsident des wiedervereinigten Jemen. n In den 32 Jahren an der Macht hat er es bislang geschickt verstanden, seine verschiedenen Gegner entweder einzubinden, gegeneinander auszuspielen oder direkt zu bekämpfen – eine Politik, die er selbst häufig als das»Tanzen auf den Köpfen von Schlangen« bezeichnet hat. Doch die»Schlangen« beginnen zu beißen. n Zu seinen Gegnern gehören die Huthi-Rebellen im Norden, die teilweise sezessionis tische Südbewegung Al-Hirak Al-Janubi( Southern Movement), die Demonstranten in Ta’izz, Sana’a und Aden und einige einflussreiche Scheichs seiner eigenen Stammeskonföderation – um nur einige zu nennen. Während all diese Gruppen sehr unterschiedliche Interessen haben, haben sie sich jetzt in einem Punkt geeinigt: Ali Abdullah Saleh soll zurücktreten.
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