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Benin, Musterdemokratie a.D. : eine Wahlfarce in drei Akten
Entstehung
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PERSPEKTIVE| FES BENIN Benin, Musterdemokratie a.D. Eine Wahlfarce in drei Akten UTA DIRKSEN April 2011 n Am 13. März 2011 wählten die Bürger Benins zum fünften Mal seit dem Ende der Diktatur im Jahr 1990 ihren Präsidenten. Nach zwei angespannten Wochen voll widersprüchlicher Hochrechnungen bestätigte das Verfassungsgericht am 29. März 2011 die Wiederwahl des amtierenden Präsidenten Yayi Boni im ersten Wahlgang mit einer absoluten Mehrheit von 53 Prozent der Stimmen. n Die Wahlen wurden von internationalen Beobachtern als frei und fair erklärt. Für die bisherige Musterdemokratie Westafrikas war der von Dissens, Desorganisation und politischer Taktiererei geprägte Prozess jedoch ein Rückschritt. n Das politische Tauziehen um Wählerliste, Wahlgesetzgebung, Wahlkommission, Wahltermin und letztlich auch die Wahlergebnisse hat seine Spuren an den demo­kratischen Institutionen der Republik hinterlassen.