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"Die Arktis im Fokus der geopolitischen und wirtschaftlichen Interessen Russlands
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RUSSLANDS PERSPEKTIVEN 04/2011 04 / 2011 "Die Arktis im Fokus der geopolitischen und wirtschaftli­chen Interessen Russlands" Valerij Piljawskij Zusammenfassung: Eine der reichsten russischen Regionen liegt im Norden des Landes. Angesichts ihrer umfangrei­chen Lagerstätten an wertvollen Rohstoffen verfügt die russische Arktis über ein großes wirtschaftliches Potential. Der Übe rgang zu einer nachhaltigen Entwicklung der Arktis wird der russischen Wirtschaft helfen, die lan g andauernde Krise zu überwi nden und ihre Entwicklung beschleunigen. Zum Autor: Dr. Valerij Piljawskij ist Prorektor für Wissenschaft und Entwicklung der Staatlichen Polarakdemie. Die wichtigsten Parameter des Vertrags Eine der reichsten russischen Regionen liegt im Norden des Landes. Angesichts ihrer umfangreichen Lagerstätten an wertvollen Rohstoffen wie Erdöl, Erdgas, Gold, Diamanten, Nickel, Kupfer, Platin, Eisen, Holz und anderen ver fügt die russische Arktis über ein großes wirtschaftliches Potenti al. Nach Bewertungen westlicher Experten beträgt der Gesam twert aller im russischen Norden lagernden Bodenschätze über 22,4 Billionen USD(Wert der B denschätze der USA - 8 Billionen USD). Im russischen Norden leben weniger als 10% der Gesamtbevölkerung, d ie 20% des BIP erwirtschaften. Fast 60% der exportierten Rohstoffe werden im Norden des Landes ge­fördert. Nach Angaben des WissenschaftsmagazinsScience von 2009 lagern unter den Ei massen der Arktis 83 Milliarden Barrel bzw. 10 Mrd. Tonnen Erdöl und som it 13% der globa­len Reserven. Annähernd alle arktischen Erdgaslagerstätten(ca. 1550 Billionen m 3 ) befinden sich vor den russischen Küsten, größtenteils in einer Tiefe von über 500 m. In der Barents -, Petschora­und Karasee wurden über 200 abbaubare Lage rs tätten nachgewiesen. 91% des russischen Erdgases und 80% der nachgewiesenen industriell abbaubaren Gasmengen lagern in der Arktis. Auf dem arktischen Festland sind Kupfer- und Nickelerze, Zinn, Platinmetalle, agro­chemische Erze, seltene Metalle und Lantha nide sowie große Lagerstätten an Gold, Di manten, Wolfram, Quecksilber, Schwarzmetallen, optischen Rohstoffen und Halbedelsteinen nachgewiesen. 1